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Hitzeschutz an Schweinfurter Schulen: Für 2027 kein Geld eingeplant

Symbolbild KI

Hitzeschutz an Schweinfurter Schulen: Für 2027 kein Geld eingeplant

Während Würzburg gezielte Maßnahmen gegen überhitzte Klassenzimmer prüft, sind in Schweinfurt für 2027 keine entsprechenden Haushaltsmittel vorgesehen. Das geht aus einer Antwort der Stadt Schweinfurt auf eine Presseanfrage von SW-N-TV hervor. Auch Temperaturmessungen zu besonders stark überhitzten Unterrichtsräumen liegen nach Angaben der Stadt nicht vor.

Schweinfurt. Hohe Temperaturen in Klassenzimmern können den Schulalltag gerade in den Sommermonaten erheblich belasten. Wie bereiten sich die Schulen auf zunehmende Hitze vor? Welche Kühlmöglichkeiten gibt es bereits, und was ist für die kommenden Jahre geplant?

Nachdem die Stadt Würzburg Maßnahmen zum Hitzeschutz an Schulen auf den Weg gebracht hatte, wandte sich die Redaktion von SW-N-TV – Schweinfurter Nachrichten am 13. Oktober 2026 mit sieben konkreten Fragen an die Stadt Schweinfurt.

Nun liegt die Antwort vor. Sie zeigt, dass größere Verbesserungen beim Hitzeschutz derzeit vor allem an der angespannten Haushaltslage scheitern.

Keine Temperaturmessungen in überhitzten Klassenzimmern

Auf die Frage, ob es Untersuchungen oder Temperaturmessungen zu besonders stark überhitzten Klassenzimmern gebe, antwortete die Stadt mit einem knappen „Nein“.

Damit liegen der Stadt nach ihrer Auskunft keine entsprechenden Untersuchungsergebnisse vor, anhand derer sich besonders belastete Unterrichtsräume identifizieren ließen.

Kühltechnik teilweise vorhanden – mehrere Anlagen defekt

In ihrer Antwort listet die Stadt vorhandene Kühlsysteme an verschiedenen Schulen auf.

Am Alexander-von-Humboldt-Gymnasium werden unter anderem Klimaanlagen für naturwissenschaftliche Räume und einen Chemieraum genannt, die aktuell defekt sind. Außerdem sind dort 40 mobile Ventilatoren aufgeführt, die 2026 durch Elternspenden finanziert wurden.

Auch an der Albert-Schweitzer-Schule ist ein Kaltwassersatz nach Angaben der Stadt derzeit defekt.

Weitere aufgeführte Kühleinrichtungen betreffen beispielsweise Serverräume und Kühlzellen in Mensen. An der Kerschensteinerschule und der Gartenstadtschule werden außerdem Anlagen zur Entfeuchtung im Bereich der Schwimmbadlüftung genannt.

Diese technischen Einrichtungen sind allerdings nicht mit einer flächendeckenden Klimatisierung von Unterrichtsräumen gleichzusetzen.

Für 2027 keine Haushaltsmittel vorgesehen

Besonders deutlich fällt die Antwort auf die Frage nach geplanten Hitzeschutzmaßnahmen im Jahr 2027 aus.

Vorgesehen seien lediglich Maßnahmen, die keine zusätzlichen finanziellen Mittel erfordern. Als Beispiel nennt die Stadt die Nutzung zweier kühler Kellerräume im Sommer.

„Aktuell sind für 2027 keine Mittel hierfür eingeplant“, heißt es in der Antwort.

Wünsche der Schulen nach Ventilatoren und vergleichbaren Anschaffungen würden vorerst an Stiftungen weitergegeben.

Friedenschule: Keine Begrünung und Beschattung geplant

Auch für den Pausenhof der Friedenschule gibt es derzeit keine Aussicht auf konkrete Verbesserungen.

Auf die Frage nach möglichen Entsiegelungs-, Begrünungs- und Beschattungsmaßnahmen teilte die Stadt mit:

„Auf Grund der aktuellen Haushaltslage ist dies erst einmal nicht vorgesehen.“

Damit bleiben auch diese Maßnahmen vorerst zurückgestellt.

Klimaanlagen für besonders belastete Räume werden derzeit nicht geprüft

Die Redaktion wollte außerdem wissen, ob Schweinfurt – ähnlich wie Würzburg – den gezielten Einsatz von Klimaanlagen beispielsweise für Prüfungsräume oder besonders belastete Klassenzimmer prüft.

Die Antwort der Stadt lautet:

„Derzeit aufgrund fehlender Mittel nicht.“

Auch einen konkreten Zeitplan für Verbesserungen nennt die Stadt nicht.

Auf die Frage, wann Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte mit Maßnahmen rechnen könnten, antwortete sie:

„Wenn die Stadt wieder einen genehmigten Haushalt hat, können sicher auch wieder Mittel für den Hitzeschutz eingesetzt werden.“

Hitzeschutz bleibt eine offene Aufgabe

Während in Würzburg bereits über gezielte technische und organisatorische Lösungen diskutiert wird, sind die Handlungsmöglichkeiten in Schweinfurt nach Darstellung der Stadt derzeit finanziell begrenzt.

Die Antwort auf die Presseanfrage zeigt zugleich, dass bestehende Kühltechnik teilweise defekt ist und zusätzliche Investitionen vorerst nicht vorgesehen sind.

Wann sich die Bedingungen für Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte in besonders heißen Unterrichtsräumen verbessern werden, bleibt damit offen.

Quelle: Schriftliche Antwort der Stadt Schweinfurt, Kristina Dietz, auf eine Presseanfrage von SW-N-TV vom 13. Oktober 2026.

Eigene Recherche: SW-N-TV – Schweinfurter Nachrichten

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