Bildnachweis: Visualisierung des geplanten Praxisgebäudes durch a|sh sander.hofrichter architekten
18 Millionen Euro für das Leopoldina-Krankenhaus: Neues Praxisgebäude in Schweinfurt geplant
Schweinfurt. Am Leopoldina-Krankenhaus stehen größere Veränderungen bevor. Für rund 18 Millionen Euro soll auf dem Klinikgelände ein neues Praxisgebäude entstehen. Geplant sind zusätzliche Angebote für Dialysepatienten sowie für Menschen mit psychischen Erkrankungen. Der Baubeginn ist für Frühjahr 2027 vorgesehen, die Fertigstellung für Mitte 2029.
Neubau an der Gustav-Adolf-Straße
Das neue Gebäude soll am nordöstlichen Rand des bestehenden Klinikgeländes in der Gustav-Adolf-Straße errichtet werden.
Dafür muss zunächst das dort vorhandene Gebäude einer ehemaligen MRT-Praxis zurückgebaut werden.
Der Aufsichtsrat des Leopoldina-Krankenhauses hat dem Vorhaben bereits zugestimmt. Der Bauantrag soll in Kürze eingereicht werden.
Nach aktueller Planung sieht der Zeitplan folgendermaßen aus:
- Investitionsvolumen: rund 18 Millionen Euro
- Geplanter Baubeginn: Frühjahr 2027
- Vorgesehene Fertigstellung: Mitte 2029
- Standort: Klinikgelände an der Gustav-Adolf-Straße in Schweinfurt
Dialyseversorgung soll weiter ausgebaut werden
Ein wichtiger Bestandteil des Projekts ist die engere Zusammenarbeit mit dem Dialysezentrum Schweinfurt.
Bisher stellt das Dialysezentrum seine nephrologische Fachkompetenz unter anderem durch Konsiliarleistungen sowie durch PD Dr. med. Susanne Schwedler und Dr. med. Joachim Harlos als Belegärzte zur Verfügung.
Künftig soll ein nephrologischer Facharzt des Dialysezentrums zeitweise direkt im Leopoldina-Krankenhaus tätig sein. Vorgesehen sind sowohl fachärztliche Beratungen als auch die Mitwirkung bei teilstationären Dialysen.
Ab voraussichtlich Mai 2029 sollen außerdem Dialyseleistungen im neuen Praxisgebäude angeboten werden.
Schwedler und Harlos erklären dazu:
„Mit der Intensivierung unserer Zusammenarbeit sichern wir die nephrologische Versorgung ambulant wie stationär in der Stadt Schweinfurt sowie in der Region Main-Rhön langfristig. Das Gesamtkonzept schafft darüber hinaus alle Voraussetzungen zur Ausbildung nephrologischer Fachärzte und trägt somit auch in diesem Punkt zur Stärkung des Medizinstandortes Schweinfurt bei.“
Auch Prof. Dr. Karl Mischke, Ärztlicher Direktor des Leopoldina-Krankenhauses, begrüßt die Weiterentwicklung der Zusammenarbeit. Für ihn stehen die Behandlungsqualität und die engere Einbindung der nephrologischen Versorgung in die Abläufe des Krankenhauses im Mittelpunkt.
Psychiatrische Tagesklinik und Institutsambulanz geplant
Nicht nur die Versorgung von Dialysepatienten soll verbessert werden.
Auch die bereits bestehende Zusammenarbeit mit dem Bezirk Unterfranken soll weiter ausgebaut werden.
Der Bezirk plant, ab 2029 Räumlichkeiten im neuen Praxisgebäude für eine psychiatrische Tagesklinik und eine psychiatrische Institutsambulanz zu nutzen.
Damit sollen zusätzliche Möglichkeiten zur Behandlung von Menschen mit psychischen Erkrankungen geschaffen werden.
Bezirkstagspräsident Stefan Funk sieht darin einen wichtigen Schritt für die regionale Versorgung:
„Wir schätzen die Partnerschaft mit dem Leopoldina-Krankenhaus sehr. Als verlässliche Partner können beide Seiten von den Synergieeffekten profitieren. Gemeinsam können wir dieses wichtige Vorhaben nun Realität werden lassen und die psychiatrische Versorgung für Patientinnen und Patienten in der Region weiter verbessern.“
Geschäftsführer Jürgen Winter setzt auf kurze Wege
Für Leopoldina-Geschäftsführer Jürgen Winter steht die engere Verbindung zwischen ambulanter und stationärer Behandlung im Vordergrund.
„Unser Ziel ist es, die enge Verzahnung von ambulanter und stationärer Behandlung weiter auszubauen und zukunftsfähig zu gestalten. Ich freue mich deshalb sehr, dass wir unsere bereits bestehende Zusammenarbeit mit dem Bezirk Unterfranken im Bereich der psychiatrischen Versorgung und mit dem Dialysezentrum Schweinfurt in der nephrologischen Behandlung weiter vertiefen“, erklärt Winter.
Das geplante Praxisgebäude soll damit ein weiterer Baustein des Gesundheitscampus Leopoldina werden.
Oberbürgermeister Ralf Hofmann begrüßt die Investition
Auch Oberbürgermeister Ralf Hofmann, zugleich Aufsichtsratsvorsitzender des Leopoldina-Krankenhauses, bewertet die Pläne positiv.
„Das geplante Praxisgebäude zeigt, wie wir die medizinische Versorgung zukunftsfähig weiterentwickeln können: durch starke Partnerschaften, kurze Wege und eine enge Verzahnung ambulanter und stationärer Angebote.“
Hofmann sieht darin zugleich eine Stärkung des Gesundheitsstandorts Schweinfurt.
Was bedeutet das für die Patienten?
Mit dem geplanten Neubau sollen künftig mehrere medizinische Angebote auf dem Klinikgelände enger zusammenrücken.
Das betrifft insbesondere die Versorgung von Menschen mit Nierenerkrankungen sowie Patienten, die psychiatrische Behandlung benötigen.
Ob die geplanten Termine eingehalten werden können, hängt allerdings noch vom weiteren Genehmigungs- und Bauverlauf ab.
Fest steht: Mit rund 18 Millionen Euro ist eine erhebliche Investition in die medizinische Infrastruktur Schweinfurts vorgesehen.
Quelle: Pressemitteilung des Leopoldina-Krankenhauses vom 20. Oktober 2026
Redaktionell bearbeitet: Schweinfurter Nachrichten – SW-N-TV

