StartPolitikNeue Hochspannungsleitung nach Schweinfurt: Diese Gemeinden sind betroffen

Neue Hochspannungsleitung nach Schweinfurt: Diese Gemeinden sind betroffen

Symbolbild KI

Neue Stromleitung Richtung Schweinfurt: Planungsverfahren für 16,7 Kilometer lange Strecke startet

SCHWEINFURT / LANDKREIS SCHWEINFURT – Eine wichtige Hochspannungsleitung zwischen Bergtheim und Schweinfurt soll erneuert und leistungsfähiger werden. Die Regierung von Unterfranken hat dafür jetzt das Planfeststellungsverfahren eingeleitet. Von dem rund 16,7 Kilometer langen Abschnitt sind neben der Stadt Schweinfurt auch Bergrheinfeld, Waigolshausen, Werneck und Bergtheim betroffen.

Die Bayernwerk Netz GmbH plant einen Ersatzneubau der bestehenden 110-kV-Leitung zwischen Dürrbachau und Schweinfurt. Im nun gestarteten ersten Verfahren geht es um den Abschnitt vom Umspannwerk Bergtheim bis zum Umspannwerk Schweinfurt.

Mit dem Projekt soll nicht nur die bestehende Leitung erneuert werden. Gleichzeitig soll deren Übertragungsleistung steigen und das Stromnetz damit für den künftigen Bedarf ausgebaut werden.

Alte Strommasten werden größtenteils ersetzt

Auf weiten Teilen der Strecke soll die neue Hochspannungsleitung auf der bisherigen Trasse verlaufen. Die vorhandenen Strommasten werden dabei größtenteils abgebaut und durch moderne Konstruktionen ersetzt.

Da mit den neuen Masten größere Spannweiten möglich sind, soll sich deren Gesamtzahl entlang der Strecke reduzieren. Gleichzeitig ist der Einsatz leistungsfähigerer Leiterseile vorgesehen.

Eine Besonderheit gibt es zwischen Bergrheinfeld und Schweinfurt. Dort soll die Leitung teilweise auf bereits vorhandenen Masten anderer Hochspannungsleitungen mitgeführt werden.

Dafür müssen Leiterseile ausgetauscht sowie Masten und Fundamente verstärkt werden. Einzelne Masten sollen zudem an neuen Standorten errichtet werden. Teile der bisherigen Leitung können anschließend zurückgebaut werden.

Neues Umspannwerk bei Eßleben vorgesehen

Das Projekt betrifft außerdem die Leitung in Richtung Zeuzleben. Weiterhin ist die Anbindung eines geplanten neuen Umspannwerks bei Eßleben vorgesehen.

Das Umspannwerk selbst ist allerdings nicht Bestandteil des jetzt gestarteten Planfeststellungsverfahrens. Dafür ist ein gesondertes Genehmigungsverfahren vorgesehen.

Insgesamt ist die Hochspannungsverbindung Dürrbachau–Schweinfurt rund 33,8 Kilometer lang. Sie wurde für die Planung in zwei Abschnitte aufgeteilt.

Aktuell geht es ausschließlich um die rund 16,7 Kilometer zwischen Bergtheim und Schweinfurt. Für den verbleibenden Bereich zwischen Bergtheim und Dürrbachau sowie zwischen Dürrbachau und Rottendorf soll später ein weiteres Verfahren folgen.

Bürger können Planunterlagen einsehen

Mit dem Beginn des Planfeststellungsverfahrens können sich nun auch Bürger mit den konkreten Planungen befassen.

Die vollständigen Unterlagen werden von der Regierung von Unterfranken vom 3. September bis einschließlich 2. Oktober 2026 im Internet veröffentlicht. Darüber hinaus können die Unterlagen nach vorheriger Terminvereinbarung auch bei der Regierung von Unterfranken eingesehen werden.

Einwendungen gegen das Vorhaben können bis einen Monat nach dem Ende der öffentlichen Auslegung elektronisch bei der Regierung von Unterfranken eingereicht werden.

Im weiteren Verfahren werden die Auswirkungen des Vorhabens sowie die betroffenen privaten und öffentlichen Belange geprüft. Dazu beteiligt die Regierung Fachbehörden, Kommunen und weitere Träger öffentlicher Belange.

Erst nach Abschluss dieses Verfahrens wird über die Zulässigkeit des geplanten Ersatzneubaus entschieden.

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