StartSW-N UnterwegsRhön-Ausflug im Blindflug: Viel Nebel, kein Kreuzberg – aber eine Schweinebucht!

Rhön-Ausflug im Blindflug: Viel Nebel, kein Kreuzberg – aber eine Schweinebucht!

Rhön-Ausflug im Blindflug: viel Nebel, kein Kreuzberg – aber eine Schweinebucht!

Eigentlich wollten wir nur einen schönen Ausflug in die Rhön machen. Ein bisschen frische Luft, ein paar schöne Landschaftsaufnahmen und vielleicht eine gemütliche Einkehr. Doch dann kam alles anders: Der Kreuzberg fiel aus, die Hochrhönstraße verschwand im Nebel und am Ende landeten wir in der Schweinebucht. Ja, die heißt wirklich so!

SW-N-TV unterwegs – Rhön. Es gibt Tage, an denen schaut man aus dem Fenster und denkt: Heute bleiben wir besser daheim. Grau, trüb und nicht gerade das Wetter, bei dem man voller Begeisterung zu einem Ausflug aufbricht.

Aber immer nur auf dem Sofa sitzen und in den Fernseher schauen? Nein, das ist auch nichts für uns.

Also machten wir uns auf den Weg in die Rhön. Unser ursprüngliches Ziel war der Kreuzberg, der Heilige Berg der Franken.

„Bei schönem Wetter kann jeder“, lautete unsere Devise. Wie recht wir damit hatten, sollten wir noch erfahren.

Planänderung: Statt Kreuzberg auf die Hochrhönstraße

Unterwegs Richtung Bischofsheim kam die erste Programmänderung. Kreuzberg? Da waren wir doch schon so oft. Renate und Christine wollten lieber einmal wieder über die Hochrhönstraße fahren.

Also gut. Warum nicht?

Vorbei am Bauersberg ging es immer weiter hinauf. Dabei kamen auch Erinnerungen an frühere Ausflüge, Schullandheimaufenthalte und eine winterliche Fahrt über die Hochrhönstraße auf.

Damals gab es Schnee und wunderschöne Winterlandschaften. Heute gab es vor allem eines: Nebel.

Und zwar reichlich!

Hochrhönstraße: Wo ist eigentlich die Landschaft geblieben?

Je höher wir kamen, desto dichter wurde die graue Suppe.

Plötzlich war von der herrlichen Rhönlandschaft praktisch nichts mehr zu sehen. Stellenweise betrug die Sichtweite nach unserer Einschätzung gerade einmal rund 30 Meter.

Links Nebel. Rechts Nebel. Vorne Nebel.

Die Aussicht? Kostenlos – aber leider unsichtbar!

Selbst die Fahrassistenz unseres Autos meldete eingeschränkte Sicht. Da war höchste Konzentration angesagt. Besonders an Einmündungen und beim Abbiegen mussten wir vorsichtig sein.

„London ist nichts dagegen“, stellten wir später lachend fest.

Ganz so lustig war die Fahrt in diesem Moment allerdings nicht. Bei derart schlechter Sicht ist besondere Vorsicht notwendig.

Und irgendwann war klar: Einen Panoramablick über die Hochrhön würden wir heute ganz bestimmt nicht mehr bekommen.

Auf der Suche nach einem Mittagessen

Nach so viel Nebel hatten wir wenigstens eines verdient: ein ordentliches Mittagessen.

Unser nächstes Ziel war Fladungen. Dort wollten wir ursprünglich in einem Gasthof einkehren.

Doch dann kam das nächste Problem: Wo parken? Und wie sieht es mit unseren Hunden aus?

Da wir die beiden natürlich nicht einfach zurücklassen wollten und sie in dem vorgesehenen Gasthof nicht mit hinein durften, wurde auch dieser Plan gestrichen.

Was nun?

Ganz einfach: weiterfahren!

Und so führte uns unser Weg schließlich nach Frankenheim in die Gaststätte Schweinebucht.

Ja, richtig gelesen: Schweinebucht!

In der Schweinebucht wurde es endlich gemütlich

Nach dem Nebelabenteuer hatten wir ordentlich Hunger.

Christine entschied sich für ein Wiener Schnitzel mit Pommes und Salat. Renate bestellte eine Gänsekeule mit Klößen und Blaukraut. Und ich probierte ein veganes Schnitzel, dazu gab es Salat vom Buffet.

Endlich hatten wir etwas vor uns, das wir auch ohne Nebelscheinwerfer erkennen konnten!

Und wie hat es geschmeckt?

Gut! Sogar richtig gut.

Auch mit der freundlichen Bedienung waren wir zufrieden. Nach unserer Erfahrung können wir die Gaststätte durchaus weiterempfehlen.

Manchmal sind eben die ungeplanten Zwischenstopps die schönsten Überraschungen.

Ein kleiner Spaziergang musste auch noch sein

Nach dem Essen wollten wir natürlich nicht gleich wieder ins Auto steigen.

Also ging es noch ein Stück zu Fuß durch die Umgebung. Inzwischen hatte sich der Nebel stellenweise etwas gelichtet, sodass wir wenigstens noch ein bisschen Landschaft sehen konnten.

Ein paar Schritte an der frischen Luft, einen Augenblick plaudern und die Ruhe genießen – das gehört zu unseren Ausflügen einfach dazu.

Und was haben wir heute eigentlich gesehen?

Auf der Heimfahrt war es bereits am frühen Nachmittag ungewöhnlich dunkel.

Da stellte sich natürlich die Frage: Muss man bei so einem Wetter überhaupt einen Ausflug machen?

Müssen? Nein.

Aber manchmal muss man einfach raus. Etwas anderes sehen, miteinander unterwegs sein, lachen und auch einmal erleben, dass nicht alles nach Plan läuft.

Wir hatten den Kreuzberg nicht erreicht. Von der Hochrhön haben wir kaum etwas gesehen. Dafür gab es eine aufregende Fahrt, Erinnerungen an frühere Zeiten, ein gutes Mittagessen und reichlich Gesprächsstoff.

Und eines steht fest:

Andere fahren in die Rhön, um die Aussicht zu genießen. Wir sind hingefahren, um herauszufinden, wie viel Nebel eigentlich auf eine Hochrhönstraße passt!

Unser Fazit: Nicht jeder Ausflug braucht Sonnenschein. Manchmal reicht schon eine gute Portion Humor.

Und wenn man am Ende auch noch in der Schweinebucht landet, hat sich die Fahrt wenigstens kulinarisch gelohnt.

Viel Spaß mit unserem neuen Film von SW-N-TV unterwegs!

Sandra Grätsch – SW-N-TV / Schweinfurter Nachrichten


Hinweis: Die geschilderten Eindrücke und die Bewertung der Gaststätte beruhen auf unserem persönlichen Besuch. Es handelt sich um einen redaktionellen Reise- und Erlebnisbericht.

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