Bild SW-N KI
Echt Sandra: Ochsenfurt – Fachwerk, Main und fränkischer Charme im Maindreieck
OCHSENFURT – Wenn Sandra, Renate und Christine unterwegs sind, weiß man vorher nie ganz genau, wo die Reise endet. Diesmal führte uns unsere Tour durch unser schönes Frankenland hinein ins Maindreieck – und irgendwann standen wir mitten in Ochsenfurt. Und da war schnell klar: Hier bleiben wir erst einmal!
Denn Ochsenfurt ist so ein Ort, bei dem man am besten einfach losläuft. Durch die alten Gassen, vorbei an liebevoll erhaltenen Fachwerkhäusern, hinunter zum Main – und zwischendurch immer wieder stehen bleiben, schauen und staunen.
Eine Altstadt, bei der sich der Blick nach oben lohnt
Besonders die historische Hauptstraße hat uns gefallen. Ihre Fachwerkzeile erinnert noch heute daran, welche Bedeutung Ochsenfurt einst als Marktstadt hatte. Die charakteristische langgezogene Marktstraße entwickelte sich aus den bereits im Mittelalter bedeutenden Märkten der Stadt. Einige der Fachwerkbauten stammen aus dem 15. bis 17. Jahrhundert.
Und dann natürlich das Neue Rathaus mit seinem Lanzentürmchen. Der Bau wurde 1496 begonnen und 1513 fertiggestellt. Besonders interessant ist die historische astronomische Uhr mit ihrem Figurenspiel. Zu jeder vollen Stunde setzt sich das Schauspiel in Bewegung. Die Figuren stehen unter anderem für Jugend, Alter und Tod – Geschichte, die mitten in der Stadt bis heute lebendig geblieben ist.
Wir haben natürlich auch dem Glocken- und Figurenspiel zugeschaut. Wenn man schon einmal da ist, gehört das einfach dazu.
Ochsenfurt hat schon einiges erlebt
Dass hier Geschichte an beinahe jeder Ecke steckt, ist kein Zufall. Ochsenfurt blickt nach Angaben der Stadt auf mehr als 1.250 Jahre Geschichte zurück. Schon 1291 wurde Ochsenfurt urkundlich als Stadt bezeichnet. Im 14. Jahrhundert entstand der Stadtmauerring, dessen Tore und Türme das Bild der historischen Altstadt bis heute mitprägen.
Eine Geschichte hat uns besonders überrascht: 1193 soll sogar Richard Löwenherz in Ochsenfurt gewesen sein. Der englische König befand sich damals in Gefangenschaft und trat nach seiner Freilassung von hier aus seine Heimreise nach England an.
Und der Main? Der gehört zu Ochsenfurt natürlich genauso wie Fachwerk und Wein. Bereits 1133 entstand hier eine Holzbrücke über den Fluss; zwischen 1512 und 1519 folgte die steinerne Mainbrücke.
Und irgendwann meldete sich der Hunger …
Nun kennen uns unsere Zuschauer: So viel Geschichte macht irgendwann hungrig.
Also hieß es: Was essen wir?
Christine entschied sich ganz bescheiden für ein kleines Schnitzel. Ich nahm ein Schollenfilet und Renate einen Braten.
Die Preise? Na ja … sagen wir einmal: Die haben uns durchaus daran erinnert, dass wir unterwegs sind. 😉
Geschmeckt hat es trotzdem. Fränkisch und ordentlich. Ob wirklich alles selbst gemacht war? Da bin ich bei dem einen oder anderen Bestandteil nicht hundertprozentig überzeugt. Aber was soll’s – wir waren schließlich nicht nach Ochsenfurt gefahren, um Restaurantkritiker zu spielen.
Und Renates Braten?
Der kam richtig gut an!
Renate war zufrieden – und die beiden Hühnchen offenbar auch. 😄 Da blieb wohl nicht viel Grund zur Beschwerde.
Echt Sandra – unterwegs in unserem Frankenland
Am Ende war das Essen ohnehin nur eine kleine Episode unseres Tages. Viel wichtiger waren die Eindrücke, die wir mitgenommen haben.
Die Fachwerkhäuser. Das historische Rathaus. Das Glocken- und Figurenspiel. Die alten Gassen. Der Main. Und dieses typisch fränkische Stadtbild, bei dem hinter der nächsten Ecke schon wieder etwas Neues wartet.
Ochsenfurt liegt an der Südspitze des Maindreiecks und gehört zu jenen Orten, durch die man nicht einfach nur hindurchfahren sollte.
Wir waren jedenfalls wieder mit offenen Augen unterwegs und haben natürlich auch für euch etliche Bilder eingefangen.
Das ist Echt Sandra bei SW-N-TV. ❤️
Und Ochsenfurt?
Da hat sich der Abstecher definitiv gelohnt.

