Bilder von Robin Tschischka, Feuerwehr Stadt Volkach
Rund 135 Einsatzkräfte kämpfen gegen die Flammen – Wohnhaus nach Feuer unbewohnbar – Feuerwehrmann erleidet Kreislaufkollaps
Obervolkach. Ein Blitzeinschlag hat am Freitagvormittag einen Dachstuhlbrand in der Ortsmitte von Obervolkach ausgelöst. Das betroffene Wohnhaus ist nach dem Feuer unbewohnbar. Rund 135 Einsatzkräfte waren mit der Brandbekämpfung beschäftigt. Erschwert wurde ihr Einsatz durch das anhaltende Unwetter und starken Regen.
Kurz vor 11 Uhr wurde die Freiwillige Feuerwehr Volkach gemeinsam mit den Feuerwehren aus Obervolkach und Gaibach alarmiert. Obwohl die ersten Einsatzkräfte bereits wenige Minuten später vor Ort waren, hatte sich das Feuer zu diesem Zeitpunkt schon großflächig im Dachstuhl ausgebreitet.
Unter dem Dach hatte sich enorme Hitze entwickelt. Ein Atemschutztrupp ging deshalb sofort zum Innenangriff vor. Gleichzeitig schufen Feuerwehrleute über die Drehleiter eine Abluftöffnung im Dach. Dadurch konnten Hitze und Rauchgase entweichen. Die Maßnahme zeigte schnell Wirkung und erleichterte den weiteren Innenangriff. Das Feuer konnte zunächst unter Kontrolle gebracht werden.
Zweite Drehleiter nachalarmiert
Damit war die Gefahr allerdings noch nicht gebannt. Die Flammen hatten sich bereits weit in die Dachkonstruktion hineingefressen. Teile der Dachhaut mussten deshalb großflächig geöffnet werden. Zur Unterstützung wurde eine zweite Drehleiter aus Gerolzhofen nach Obervolkach beordert. Damit konnten die Einsatzkräfte das Feuer von zwei Seiten bekämpfen.
Mit Sägen öffneten die Feuerwehrleute das Dach und entfernten anschließend die darunterliegende Holzwolle. Verborgene Brandstellen wurden gezielt abgelöscht. Dabei versuchten die Einsatzkräfte, so wenig Löschwasser wie möglich einzusetzen, um einen zusätzlichen Wasserschaden am Wohnhaus zu vermeiden.
Starkregen erschwert Löscharbeiten
Zu einer besonderen Belastung für die Einsatzkräfte wurde das Unwetter. Während der ersten rund eineinhalb Stunden mussten die Feuerwehrleute bei starkem Regen arbeiten. Besonders wichtig war es dabei, die Atemschutzgeräteträger möglichst trocken zu halten.
Durchnässte Schutzkleidung kann bei einem Innenangriff und den dort herrschenden hohen Temperaturen selbst zum Risiko werden. Die Feuchtigkeit in der Kleidung kann sich stark erhitzen und dadurch zu Verbrühungen führen.
Wegen des hohen Bedarfs an Atemschutzgeräteträgern wurden im weiteren Verlauf zusätzliche Kräfte aus Fahr, Eichfeld, Krautheim, Zeilitzheim und Astheim angefordert. Insgesamt waren nach Angaben der Feuerwehr rund 135 Einsatzkräfte beteiligt, darunter etwa 60 Atemschutzgeräteträger.
Einsatzkraft kommt ins Krankenhaus
Die enorme Hitze blieb nicht ohne Folgen. Eine Einsatzkraft erlitt einen Kreislaufkollaps und wurde vorsorglich zur weiteren Untersuchung in ein Krankenhaus gebracht. Dieses konnte sie noch im Laufe des Nachmittags wieder verlassen.
Durch den koordinierten Einsatz der zahlreichen Feuerwehren gelang es schließlich, den Brand vollständig zu löschen. Das Wohnhaus wurde durch das Feuer jedoch so stark in Mitleidenschaft gezogen, dass es derzeit nicht bewohnbar ist. Für die Feuerwehr ist der Einsatz mit dem Ende der Löscharbeiten noch nicht abgeschlossen. Die umfangreichen Nacharbeiten und die Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft im Feuerwehrhaus sollen sich noch bis Sonntagabend hinziehen.





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