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Schweinfurt. Die Arbeitslosigkeit im Bezirk der Agentur für Arbeit Schweinfurt ist im Juli leicht angestiegen. Insgesamt waren 9.682 Menschen ohne Arbeit gemeldet – das sind 207 mehr als im Juni. Die Arbeitslosenquote liegt nun bei 3,9 Prozent und damit um 0,1 Prozentpunkte höher als im Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahr fällt der Anstieg mit 236 zusätzlichen Arbeitslosen moderat aus.
Nach Angaben der Agentur für Arbeit spielen dabei mehrere Faktoren zusammen. Neben der anhaltend schwierigen wirtschaftlichen Lage vieler Unternehmen wirken sich auch saisonale Effekte aus. So melden sich derzeit verstärkt junge Menschen arbeitslos, deren Schul- oder Ausbildungszeit beendet ist und die ihre neue Beschäftigung erst nach den Sommerferien aufnehmen.
Der Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Schweinfurt, Richard Paul, verweist zudem auf die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen: Globale Krisen sowie strukturelle und konjunkturelle Herausforderungen belasteten zahlreiche Unternehmen. Gleichzeitig sei der regionale Arbeitsmarkt weiterhin vergleichsweise stabil. Reformen der Bundesregierung würden erst mit zeitlicher Verzögerung Wirkung zeigen.
Trotz des leichten Anstiegs bleibt die Nachfrage nach Arbeitskräften hoch. Im Juli meldeten Unternehmen 821 neue Stellen, deutlich mehr als im Vormonat und auch mehr als vor einem Jahr. Insgesamt sind derzeit 4.524 freie Arbeitsplätze bei der Agentur für Arbeit gemeldet. Besonders gesucht werden Beschäftigte in den Bereichen Gesundheits- und Sozialwesen, Verarbeitendes Gewerbe, Handel, Bau sowie bei wirtschaftlichen Dienstleistungen.
Ein Blick auf die einzelnen Regionen zeigt unterschiedliche Entwicklungen. Die höchste Arbeitslosenquote weist weiterhin die Stadt Schweinfurt mit 7,4 Prozent auf. Im Landkreis Bad Kissingen liegt sie bei 3,6 Prozent, im Landkreis Rhön-Grabfeld bei 3,8 Prozent, im Landkreis Haßberge bei 3,5 Prozent und im Landkreis Schweinfurt bei 3,0 Prozent.
Auch auf dem Ausbildungsmarkt sind noch zahlreiche Chancen vorhanden. Aktuell suchen 737 Jugendliche noch einen Ausbildungsplatz. Gleichzeitig sind 1.416 Ausbildungs- und duale Studienplätze unbesetzt. Besonders viele freie Stellen gibt es im Einzelhandel, im Lebensmittelhandwerk sowie in technischen Berufen wie Zerspanungsmechaniker oder Kfz-Mechatroniker.
Die Agentur für Arbeit appelliert deshalb an Jugendliche, die Suche nach einem Ausbildungsplatz fortzusetzen und die Angebote der Berufsberatung zu nutzen. Nach Einschätzung der Arbeitsagentur bieten viele Unternehmen auch jetzt noch gute Einstiegsmöglichkeiten für das kommende Ausbildungsjahr.

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