Fotos: Hendrik Holnäck
Grafenrheinfeld. Bei strahlendem Sonnenschein hat Grafenrheinfeld die neue Kita am Wehrbusch offiziell eingeweiht. Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger, Vertreter aus Politik und Verwaltung sowie Fachleute aus dem Bereich der Kinderbetreuung nutzten die Gelegenheit, den Neubau kennenzulernen. Die Eröffnung entwickelte sich zu einem Dorffest, das ganz im Zeichen der Kinder und der Zukunft der Gemeinde stand.
Den Auftakt bildete ein gemeinsamer Festzug vom Kirchplatz zur neuen Kindertagesstätte. Begleitet vom Spielmannszug zogen Kinder, Eltern und Gäste gemeinsam zum neuen Gebäude.
Vor Ort blickte Bürgermeister Christian Keller auf die Entstehungsgeschichte des Projekts zurück. Jahrelang seien Kinder an verschiedenen Standorten betreut worden – unter anderem in der Grundschule und zeitweise sogar im Foyer der Altmainsporthalle. Für den Gemeinderat sei deshalb klar gewesen, dass eine langfristige Lösung geschaffen werden müsse.
„Wir wollten kein weiteres Provisorium. Wir wollten kein Stückwerk und keine Lösung für die nächsten fünf oder zehn Jahre. Unser Anspruch war es, eine Kindertagesstätte zu schaffen, die den Bedürfnissen unserer Kinder heute gerecht wird und gleichzeitig auch für die kommenden Jahrzehnte funktioniert“, sagte Keller.
Mit der neuen Einrichtung sei dieses Ziel erreicht worden. Das Gebäude vereint moderne Architektur, ein offenes pädagogisches Konzept sowie nachhaltige Bauweise und bietet künftig ausreichend Platz für die Betreuung der Kinder in Grafenrheinfeld.
Architekt Prof. Jürgen Hauck vom Planungsbüro HJP erläuterte die Grundidee hinter dem Neubau. Architektur und Pädagogik seien von Beginn an gemeinsam entwickelt worden.
„Eine gute Kindertagesstätte entsteht nicht dadurch, dass man einfach eine bestimmte Anzahl von Gruppenräumen plant. Das Gebäude soll den Kindern Möglichkeiten eröffnen, ihre Neugier wecken und ihnen Raum geben, die Welt auf ihre ganz eigene Art zu entdecken“, erklärte Hauck.
Während der Bauzeit hatte das Projekt einen schweren Rückschlag hinnehmen müssen. Ein erheblicher Wasserschaden verzögerte die Fertigstellung. Bürgermeister Keller würdigte deshalb ausdrücklich die Zusammenarbeit aller Beteiligten.
„Planer, Firmen, Verwaltung und Gemeinde haben weitergemacht – gemeinsam, professionell und mit einem klaren Ziel vor Augen. Genau dieses Miteinander hat dieses Projekt ausgezeichnet“, betonte er.
Auch die Landtagsabgeordnete Martina Gießübel sowie der stellvertretende Landrat Manuel Kneuer hoben in ihren Grußworten die Bedeutung des Neubaus hervor. Beide würdigten insbesondere den Mut der Gemeinde, konsequent in die Zukunft von Kindern und Familien zu investieren.
Ein besonderer Moment folgte mit der offiziellen Eröffnung: Gemeinsam mit den Kindern durchschnitten Bürgermeister Keller und Architekt Hauck das Eröffnungsband. Anschließend segneten Pfarrer Benjamin Schimmer und Pfarrer Vocke das Gebäude sowie alle Menschen, die künftig dort lernen, spielen und arbeiten werden.
Als Erinnerung an die Bauzeit wurde außerdem eine Zeitkapsel im Gebäude eingelassen. Sie enthält unter anderem Planungsunterlagen sowie Dokumente zur Entstehung der neuen Kindertagesstätte.
Nach dem offiziellen Teil konnten Besucherinnen und Besucher die neue Einrichtung besichtigen. Bürgermeister Christian Keller, Projektleiterin Carmen Kuhn und Prof. Hauck führten zahlreiche Interessierte durch das Gebäude und erläuterten Architektur, Raumkonzept und Außengelände.
Für den passenden Rahmen sorgten zahlreiche Grafenrheinfelder Vereine. Der Anglerverein übernahm Grill und Getränke, die RKK organisierte einen Kuchenstand mit von Eltern gespendeten Kuchen, der VdK sorgte mit einem Glücksrad für Unterhaltung und die Eigenheimer boten frisches Popcorn an. Musikverein und Spielmannszug begleiteten die Veranstaltung musikalisch.
„Ihr habt aus der Einweihung unserer Kindertagesstätte ein echtes Grafenrheinfelder Dorffest gemacht“, bedankte sich Bürgermeister Keller bei allen Helferinnen und Helfern.
Am Ende eines rundum gelungenen Tages blieb vor allem die Erkenntnis, dass die neue Kita weit mehr ist als ein modernes Gebäude. Sie steht für die gemeinsame Anstrengung einer ganzen Gemeinde und für eine Investition in die Zukunft ihrer jüngsten Bürgerinnen und Bürger.
























Fotos: Hendrik Holnäck
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