StartWürzburgFreie Fahrt für den Radverkehr: Würzburg ist fahrradfreundlich

Freie Fahrt für den Radverkehr: Würzburg ist fahrradfreundlich

Baureferent Benjamin Schneider (vorne links) und Holger Schmidt, stellvertretender Geschäftsführer der AGFK Bayern (vorne rechts) zusammen mit Mitgliedern der Zertifizierungskommission, Mitgliedern des Würzburger Stadtrats und Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Fachbereichs Tiefbau. Foto: Christian Weiß

Würzburg ist und bleibt eine fahrradfreundliche Kommune. Zu diesem Schluss kommt die Zertifizierungskommission der Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundlicher Kommunen (AGFK) bei ihrer Hauptbereisung von Würzburg.



Vor sieben Jahren, 2019, hat Würzburg erstmals das Siegel als fahrradfreundliche Kommune erhalten. Zeit also, für eine Überprüfung und Rezertifizierung. „Der Titel als fahrradfreundliche Kommune ist für uns eine Bestätigung, aber natürlich auch ein Auftrag“, betonte Bürgermeisterin Dr. Sandra Vorlová. Denn das Fahrrad sei heute das naheliegende Mittel der Mobilität. Deshalb hat Würzburg auch ein politisches Ziel: die Rad-Infrastruktur zu verbessern und Lücken im Radwegenetz zu schließen. „Unser Anspruch ist, Würzburg Schritt für Schritt fahrradfreundlicher zu machen“, so Oberbürgermeister Martin Heilig.



Die Erwartungen der Kommission an Würzburg waren hoch: „Ich bin gespannt, wie die Stadt das Problem der Platzknappheit, aber auch das Problem mit der wichtigen Wasserstraße, dem Main, angehen wird“, zeigte sich Holger Schmidt, stellvertretender Geschäftsführer der AGFK Bayern, neugierig.



Diese Neugierde konnte während der mehr als zwei Stunden währenden Radexkursion durch Würzburg gestillt werden. Dabei wurden der Kommission und den sie begleitenden Vertretern der verschiedenen Fahrradorganisationen verschiedene Schwerpunkte der Arbeit der vergangenen Jahre vorgestellt. Beispielsweise die Erneuerung der Nürnberger Straße, bei der die große Einfallstraße in die Stadt auf beiden Seiten einen Radweg erhielt. Oder der Ausbau der Radachsen 3 und 4 mit der Überquerung der Schweinfurter Straße, das als beispielgebendes Projekt für bayerische Kommunen hervorgehoben wurde, dem Geh- und Radweg entlang des Johann-Sperl-Weges und dem Radweg entlang der Salvatorstraße, sowie der Radweg entlang der Heuchelhofstraße. Auch die geplanten Projekte flossen in die Beurteilung ein – darunter die Löwenbrücke, eine große Herausforderung was zum einen den Platzmangel angeht, aber deren Planung auch durch den Main beeinträchtigt wird.



Doch nicht nur die großen Projekte flossen in die Beurteilung der Kommission ein. Auch kleine Details, wie die besondere Kennzeichnung von Fahrradwegen, der Schutz der Wege mit Absperrungen sowie die Fahrradstellplatzoffensive der letzten Jahre oder auch die Einrichtung von Radschleusen vor Ampelkreuzungen, spielten eine Rolle.



Das alles nahm die Kommission positiv auf. „Sie haben hochwertige Abstellanlagen, ein Lastenradmietsystem und sogar einen Winterdienst auf Radrouten“, zählte Schmidt nur ein paar der positiven Punkte auf – man sehe große Unterschiede zu der Befahrung vor sieben Jahren. Der einzige Rat, den die Kommission für Würzburg hat: Mehr Austausch mit den angrenzenden Kommunen. „Wir sind angetan, machen Sie so weiter“, empfahl er denn auch dem Würzburger Baureferenten Benjamin Schneider. Der freute sich über das ausgesprochene Lob. „Der Radverkehr liegt uns am Herzen“, so Schneider, der sich bei allen Beteiligten und vor allem seinem Team bedankte. „Der Radverkehr führt in Würzburg kein Nischendasein mehr. Er ist wichtig für die Mobilität, als Sport, für die Gesundheit und für den Klimaschutz.“
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