SenerTec: Produktion in Schweinfurt wird nicht fortgesetzt
Oberbürgermeister und Landrat bedauern die Entscheidung des Mutterkonzerns BDR Thermea
Stadt und Landkreis Schweinfurt. Nachdem die Konzernmutter BDR Thermea im Januar angekündigt hatte, die Produktion bei SenerTec in Schweinfurt einzustellen, haben sowohl die Stadt als auch der Landkreis Schweinfurt ausdrücklich sämtliche Initiativen der Mitarbeitenden und des Betriebsrats unterstützt, um Beschäftigung und Wertschöpfung in der Region zu erhalten.
Wie gestern, am 18. Juni auf der Betriebsversammlung bei SenerTEC durch den Betriebsrat jedoch verkündet wurde, hat die Produktion in Schweinfurt keine Zukunft.
BDR Thermea – in Deutschland unter anderem durch die Marke SenerTec vertreten – hat sich demnach dazu entschlossen, die Fertigstellung von Blockheizkraftwerken in Schweinfurt einzustellen. Die Produktion soll künftig aus dem europäischen Fertigungsnetz erfolgen, entsprechend wird die Dachs-Produktion als Kraft-Wärme-Kopplung-Produktlinie von SenerTec in Schweinfurt enden.
„Wir haben großen Respekt davor, mit welcher Entschlossenheit und Überzeugung der Betriebsrat gemeinsam mit den Beschäftigten um jeden einzelnen Arbeitsplatz und den Erhalt des Produktionsstandorts Schweinfurt gekämpft haben. Es wurden Lösungsvorschläge zur Beschäftigungssicherung eingebracht und zahlreiche Gespräche, auch mit der Konzernleitung, geführt. Leider vergebens. Die nun verkündete Entscheidung von BDR Thermea ist eine bittere Nachricht für die hiesigen, hochengagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, ihre Familien und den Wirtschaftsstandort Schweinfurt.
Wir bedauern zudem, dass sich die Geschäftsführung auf der Betriebsversammlung nicht den Fragen der Belegschaft gestellt hat, das haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht verdient. Bei allem Verständnis für die wirtschaftlichen Gründe müssen sich nun alle Akteure an einen Tisch setzen und einen fairen Sozialplan erarbeiten, um die Folgen dieser Entscheidung für alle so verträglich wie möglich zu gestalten“, erklären Oberbürgermeister Ralf Hofmann und Landrat Florian Töpper gemeinsam.
Trotz des großen Bedauerns über den Verlust dieser traditionsreichen Produktion in Schweinfurt wollen Oberbürgermeister und Landrat sich darauf konzentrieren, die künftige Entwicklung des Wirtschaftsstandorts Schweinfurt weiter positiv zu gestalten, um Fachkräfte – wie die nun von der SenerTec-Schließung betroffenen Beschäftigten – mit ihrem zukunftsweisenden Know-How und ihrer hohen Fachkompetenz in der Region zu halten.
Kommentar verfassen