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Schichtwechsel beim DGB-Unterfranken

Bildnachweis: Ralph Piepenburg –-Von links nach rechts: Bernhard Stiedl (DGB‑Landesvorsitzender Bayern),-Björn Wortmann (DGB-Regionsgeschäftsführer Unterfranken)-Frank Firsching (Abteilungsleiter Gesundheits- und Pflegepolitik DGB‑Bayern), Eckhardt Beck (Vorsitzender DGB-Kreisverband Würzburg)- Marietta Eder (stellvertretende DGB-Landesvorsitzende Bayern)

Wortmann fordert Stärkung der Industrie, der Mitbestimmung sowie des gesellschaftlichen Zusammenhalts in Unterfranken


Würzburg, 9. Oktober 2026. „Unser Ziel ist ein Unterfranken, in dem Menschen gut leben und arbeiten können“, betonte der neue DGB-Regionsgeschäftsführer Björn Wortmann beim Jahresempfang im Würzburger Kulturspeicher. Dazu gehörten sichere Arbeitsplätze, eine berufliche Zukunft für junge Menschen und eine funktionierende öffentliche Daseinsvorsorge. „Der DGB-Unterfranken wird sich immer für den gesellschaftlichen Zusammenhalt, Respekt und Wertschätzung einsetzen“, erklärte Wortmann.
Unter dem Motto „Schichtwechsel“ wurde Frank Firsching nach 24 Jahren als Regionsgeschäftsführer offiziell verabschiedet. Der Vorsitzende des DGB‑Bayern, Bernhard Stiedl, würdigte seinen unermüdlichen Einsatz für die Beschäftigten und seine klare Haltung. Wortmann wünschte er viel Erfolg und betonte seine Vorfreude auf die Zusammenarbeit.


Wortmann forderte ein klares Bekenntnis zum Industriestandort Unterfranken von der Zuliefer- und Wälzlagerindustrie in Schweinfurt bis zum Maschinen- und Anlagenbau am Untermain. Der Freistaat Bayern müsse regionale Transformationsnetzwerke verlässlich finanzieren und Gewerkschaften sowie Betriebs- und Personalräte verbindlich beteiligen. „Der Wandel der Arbeit betrifft alle Branchen. Mitbestimmung ist der Schlüssel für eine erfolgreiche Transformation in der Region Unterfranken.“
Mehr Tarifbindung sei zugleich konkrete regionale Wirtschaftspolitik. Wortmann: „Bessere Löhne stärkten die Kaufkraft vor Ort und die kommunalen Einnahmen. Öffentliche Aufträge müssten deshalb an soziale und ökologische Kriterien gebunden werden. Knappe Kassen dürften nicht zu weiteren Einschnitten bei der kommunalen Daseinsvorsorge führen.“
Ein gut ausgebauter öffentlicher Dienst, starke soziale Sicherungssysteme sowie ehrenamtliches Engagement sind das Fundament der Demokratie. Wortmann würdigte die rund 800 gewerkschaftlich ehrenamtlich Aktiven, die in der sozialen Selbstverwaltung, bei Gerichten, in Ausschüssen oder Gremien Verantwortung für die Menschen übernehmen, sowie die wichtige Arbeit der Bündnisse gegen Rechts.

Sein Angebot an Politik, Verbände und Gesellschaft ist eine verlässliche Zusammenarbeit mit klarer Haltung. „Wir werden nicht immer bequem sein. Aber wir werden immer gesprächsbereit sein und lösungsorientiert arbeiten, um die Region Unterfranken nachhaltig im Sinne der Menschen, die hier arbeiten und leben, zu gestalten“, so Wortmann. Der DGB bleibe parteipolitisch unabhängig, aber klar an der Seite der Beschäftigten.

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