Sandra, Renate und Christine waren wieder unterwegs. Diesmal führte unser Ausflug nach Kronach – hinauf zur mächtigen Festung Rosenberg und anschließend noch auf einen Rundgang durch die schöne alte Stadt.
Schon bei der Ankunft war klar: Heute gibt es nicht nur Geschichte, sondern auch ordentlich Frischluft. Auf dem Rosenberg pfiff uns der Wind kräftig um die Ohren – fast ein wenig wie an der Nordsee. Nur das Meer fehlte. Dafür schien die Sonne, es war angenehm warm und die Aussicht entschädigte ohnehin für jede zerzauste Frisur.
Eine Festung mit ziemlich viel Geschichte
Die Festung Rosenberg thront weithin sichtbar über Kronach und hat schon einige Jahrhunderte auf dem Buckel. Bereits 1249 taucht der Rosenberg in einer Urkunde auf. Danach wurde über Jahrhunderte immer weiter gebaut, erweitert und verstärkt. Deshalb kann man heute an der Anlage ganz unterschiedliche Epochen entdecken – vom mittelalterlichen Bergfried über Mauern und Türme aus späteren Jahrhunderten bis zu den mächtigen Bastionen.
Und die haben offenbar ihren Zweck erfüllt: Die Festung wurde trotz verschiedener Angriffe niemals von Feinden eingenommen. Besonders während des Dreißigjährigen Krieges mussten Kronach und die Festung einiges aushalten. Zwischen 1632 und 1634 versuchten schwedische Truppen mehrfach, die Stadt einzunehmen – ohne Erfolg.
Später waren sogar bekannte Baumeister wie Balthasar Neumann und Maximilian von Welsch am weiteren Ausbau beteiligt. 1802 kamen Kronach und die Festung zu Bayern, und wenige Jahre später machte auch Napoleon hier Station. 1888 kaufte schließlich die Stadt Kronach die inzwischen militärisch nicht mehr benötigte Anlage.
Wenn diese Mauern erzählen könnten, wäre der Nachmittag vermutlich deutlich zu kurz gewesen.
Einkehr in der Bastion Marie
Nach so viel Geschichte musste natürlich auch etwas auf den Teller. Also kehrten wir in der Bastion Marie direkt auf der Festung ein.
Der Garten ist wirklich schön und bei Sonnenschein lässt es sich dort wunderbar sitzen. Besonders erwähnen möchten wir unseren Kellner: außerordentlich freundlich und aufmerksam. Auch unsere vierbeinigen Begleiter wurden nicht vergessen und bekamen gleich Wasser serviert.
Und dann diese Aussicht! Von hier oben liegt einem Kronach praktisch zu Füßen. Häuser, Dächer, Landschaft – dazu Sonne und der kräftige Wind. Unbezahlbar.
Das Essen war gut, allerdings gibt es von uns einen kleinen Minuspunkt für die Auswahl: Wer vegetarisch essen möchte, hat nur sehr wenig Auswahl. Bei unserem Besuch gab es eigentlich nur ein vegetarisches Kartoffelgericht. Für Veganer sah es noch schlechter aus. Da wäre ein bisschen mehr Auswahl schön – schließlich wollen auch Pflanzenesser nach einem Festungsrundgang nicht hungrig vom Berg rollen.
Runter nach Kronach
Nach der Festung ging es für uns noch auf einen Stadtrundgang durch Kronach. Die historische Altstadt mit ihren alten Häusern, Mauern, kleinen Gassen und Plätzen passt wunderbar zur Festung, die von oben über allem wacht.
Und so ging wieder ein schöner „SW-N Unterwegs“-Tag zu Ende: viel Geschichte, viel frische Luft, gutes Essen, nette Menschen und eine Aussicht, für die sich der Weg auf den Rosenberg definitiv lohnt.
Unser Fazit:
Festung Rosenberg und Kronach sind auf jeden Fall einen Ausflug wert. Und wer empfindlich auf Wind reagiert, sollte sicherheitshalber die gute Frisur zu Hause lassen.
Sandra, Renate und Christine sagen: Wir kommen gerne wieder!
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