Foto: © 2026 Fabian Gebert, StMUK
Bildunterschrift: Der bayerische Verbraucherschutzminister Thorsten Glauber, die Bayerische Kultusministerin Anna Stolz und die Landesvorsitzende des VerbraucherService Bayern Eva Fuchs (von links nach rechts).
Schüler beschäftigen sich mit Finanzen, Werbetricks und Schuldenfallen – Realschulen in Schonungen und Gerolzhofen gehören zu den geehrten Einrichtungen
SCHONUNGEN/GEROLZHOFEN Neun Schulen aus Unterfranken dürfen sich in diesem Jahr „Partnerschule Verbraucherbildung Bayern“ nennen. Zu den ausgezeichneten Einrichtungen gehören die Staatliche Realschule Schonungen und die Ludwig-Derleth-Realschule Gerolzhofen. Das teilten das bayerische Verbraucherschutz- und das Kultusministerium sowie der VerbraucherService Bayern mit.
Ebenfalls ausgezeichnet wurden die Staatliche Realschule Dettelbach, die Mädchenrealschule Volkach, das Armin-Knab-Gymnasium Kitzingen, das Friedrich-Koenig-Gymnasium Würzburg, das Karl-Theodor-von-Dalberg-Gymnasium Aschaffenburg, das Martin-Pollich-Gymnasium Mellrichstadt und die Maria-Ward-Schule Aschaffenburg. Letztere erhält zusätzlich eine Geldprämie.
Insgesamt tragen in diesem Jahr 115 allgemeinbildende und berufliche Schulen im Freistaat die Auszeichnung – nach Angaben der Initiatoren ein neuer Höchststand. 18 Schulen erhalten darüber hinaus eine Geldprämie.
Im Mittelpunkt des Wettbewerbs stand das Thema „Geld und Finanzen: Wir blicken durch!“. Die Schülerinnen und Schüler setzten sich unter anderem damit auseinander, wie sie ihre Einnahmen und Ausgaben überblicken, Schulden vermeiden und Werbeversprechen kritisch prüfen können. Dabei ging es auch um Angebote nach dem Prinzip „Buy now, pay later“, bei denen ein Kauf erst später oder in Raten bezahlt wird.
Jüngere Schüler beschäftigten sich beispielsweise mit Geld als Tauschmittel, dem sogenannten Taschengeldparagrafen oder der Frage, ob Geld glücklich macht. In höheren Jahrgangsstufen wurden der Zinseszinseffekt bei Tagesgeld und Aktienfonds sowie Chancen und Risiken verschiedener Geldanlagen untersucht. Auch die sogenannte 50-30-20-Regel zur Einteilung des verfügbaren Einkommens spielte in einigen Projekten eine Rolle.
Für den Wettbewerb reichten die Schulen Medienbeiträge zu den Themen Finanzen und Werbetricks ein. Zudem dokumentierten sie, wie die Inhalte im Unterricht erarbeitet worden waren. Eine der beiden Aufgaben konnte durch ein frei gewähltes Thema aus dem Bereich Verbraucherbildung ersetzt werden.
Verbraucherschutzminister Thorsten Glauber (Freie Wähler) erklärte, Kinder und Jugendliche müssten möglichst früh auf eine zunehmend komplexe Konsumwelt vorbereitet werden. Kultusministerin Anna Stolz (Freie Wähler) hob hervor, Verbraucherbildung stärke Eigenverantwortung und helfe jungen Menschen, reflektierte Kaufentscheidungen zu treffen.
Die Initiative „Partnerschule Verbraucherbildung Bayern“ wird vom bayerischen Verbraucherschutzministerium, dem Kultusministerium und dem VerbraucherService Bayern getragen.


