Symbolfoto Bundespolizei
Aschaffenburg, 22. Juli 2026
Am Dienstagabend (21. Juli) gegen 19:35 Uhr soll ein 38-jähriger deutscher Staatsangehöriger im Rahmen einer polizeilichen Kontrolle durch Einsatzkräfte der Bundespolizei am Aschaffenburger Hauptbahnhof erheblichen Widerstand gegen die Maßnahmen geleistet haben.
Beamte des Bundespolizeireviers am Aschaffenburger Hauptbahnhof kontrollierten den Mann, nachdem zuvor ein Bürgerhinweis zu einer verhaltensauffälligen Person bei der Dienststelle einging. Im Rahmen der Personenkontrolle am Westausgang soll der Tatverdächtige versucht haben, nach den Einsatzmitteln der Polizisten zu greifen. Daraufhin brachten die eingesetzten Beamten den Mann zu Boden und legten ihm Handfesseln an. Anschließend brachten sie ihn in die Räumlichkeiten der Bundespolizei. Auch hier soll der stark alkoholisierte Mann nach den Polizeikräften getreten und geschlagen haben, sodass diese ihm zusätzlich Fußfesseln anlegten. Ein freiwillig durchgeführter Atemalkoholtest ergab einen Wert von 2,4 Promille. Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg, erging die Anordnung zur Durchführung einer Blutentnahme. Hierfür überführten Kräfte der Bayerischen Landespolizei den Mann in den Gewahrsamsbereich der Polizeiinspektion Aschaffenburg. In diesem verbrachte der Tatverdächtige die Nacht, bevor ihn die Beamten gegen 06:00 Uhr auf freien Fuß setzten.
Bei den Widerstandshandlungen erlitten zwei Beamte der Bundespolizei Prellungen am Oberkörper, an den Beinen und an den Fingern. Sie mussten den Dienst abbrechen und begaben sich in ärztliche Behandlung.
Die Bundespolizeiinspektion Würzburg hat die Ermittlungen aufgenommen und ein Ermittlungsverfahren aufgrund des Verdachts des Widerstandes und tätlichen Angriffs gegen Vollstreckungsbeamte, Beleidigung und gefährlicher Körperverletzung eingeleitet.

