Schonungen: Dorferneuerung im Praxistest

Bürgermeister lädt Landwirte und Unternehmer zur Probefahrt

Auch das ist Bürgerbeteiligung, wenn ansässige Landwirte und Unternehmer mit Ihren Fuhrwerken und LKWs die künftige, neugestaltete Straßenführung, die auf dem Boden zunächst angedeutet und markiert wurde, einem ersten Praxistest unterziehen.

Gemeinsam mit den Architekten Artur Metz und Wolfgang Müller, sowie Hubert Schrauth vom Amt für Ländliche Entwicklung lud Bürger-meister Stefan Rotmann zu einer gemeinsamen Probefahrt im Schonunger Ortsteil Hausen.

Den Ort noch schöner, einladender und attraktiver machen, so lautet die Devise der Dorferneuerung. Dass dabei auch noch große Mähdre-scher, Holztransporter und Traktorgespanne Hausens berüchtigte Engstellen passieren müssen, ohne dass gleichzeitig wichtiger Parkraum verloren geht, ist die eigentliche Herausforderung.

Beachtliche Zuschusstöpfe will Bürgermeister Stefan Rottmann anzapfen um die Neugestaltung zu verwirklichen. Auslöser für die umfas-sende Baumaßnahme ist die sanierungsbedürfte Kanalisation, aber auch marode Wasserleitung. Und so werden gelichzeitig auch Ver- und Entsorgungsleitungen ausgetauscht und erneuert. Bürgermeister und Gemeinderat haben sich auf die Neugestaltung der Hausener Haupt-straße und des Kirchplatzes festgelegt, auch wenn dies eine gewaltige Investition in Millionenhöhe bedeute. Eine optische Aufwertung und mehr Funktionalität für Fußgänger, Rad- und Autofahrer im Hinblick auf die begrenzten öffentlichen Flächen versprechen sich vor allem Architekt Artur Metz und Bürgermeister Stefan Rottmann. Mehr Grünflächen und Parkraum, Verkehrsberuhigungen, Optimierungen von engen Kurven und Kreuzungen, aber auch der Kirchplatz soll ansprechender gestaltet werden.

Schleppradien von Bussen und großen LKWs sowie Landmaschinen wurden am Computer simuliert und die beste Straßenführung ausge-wählt: Herausgekommen ist ein Vorschlag, wie selbst große Fahrzeuge auf dem Kirchplatz ohne Probleme wenden könnten und das vor-handene Kriegerdenkmal verbleiben kann. Ohne fahrerisches Können und Augenmaß ist an ein Durchkommen in den Häuserschluchten von Hausen nicht zu denken. „Ohne gegenseitige Rücksichtnahme wird es auch künftig nicht gehen, weil die Platzverhältnisse so sind wie sie sind!“, ist Rottmann überzeugt. Doch die Planung soll darauf ausgelegt werden, dass selbst Sattelschlepper ohne Probleme passieren können.

Der erste „Stresstest“ für die Dorferneuerung hat die Knackpunkte aufgezeigt – jetzt müssen letzte Korrekturen noch zu Papier gebracht werden. Zufrieden waren am Ende Landwirte und Unternehmer gleichermaßen: Vor allem weil auch ihre Belange durch die Gemeinde sehr ernst genommen wurden.

In diesem Zusammenhang erinnerte Rottmann an die jüngsten Errungenschaften für den Ortsteil Hausen: Hier habe man gerade in den letzten Jahren Einiges vorzuweisen. Die Sanierung der alten Schule und die Umfeldgestaltung wertete er als großen Gewinn. Auch das Feuerwehrhaus wurde partiell umgebaut und erhielt einen neuen Anstrich. Drinnen steht seit letztem Jahr mittlerweile ein neues Einsatz-fahrzeug, ein so genanntes TSF-Logistik. Neue Bauplätze entstehen gerade am Kellerweg, die Flurbereinigung bringt dagegen wesentliche Erleichterungen bei der Bewirtschaftung der Hausener Gemarkung mit sich. Und beim Mobilfunkmasten der Telekom warte man lediglich auf die Freischaltung, die bis 10. März erfolgen soll, während der Breitbandausbau mittlerweile abgeschlossen sei.

Text und Foto (St. Rottmann)

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