Blauzungenkrankheit: auch Landkreis Schweinfurt wurde zum Sperrgebiet erklärt

Ausbruch in Baden-Württemberg hat Auswirkungen auf den Landkreis

Landkreis Schweinfurt. Aufgrund eines Ausbruchs der Blauzungenkrankheit (BT) am 20.02.2019 in einem landwirtschaftlichen Betrieb im Rems-Murr-Kreis in Baden-Württemberg wurde ein Sperrgebiet mit einem Radius von 150 Kilometern festgesetzt. Das Landratsamt hat daraufhin mit Allgemeinverfügung vom 22.02.2019, welche am 23.02.2019 in Kraft tritt, das gesamte Gebiet des Landkreises Schweinfurt zum BT-Sperrgebiet erklärt.

Für die Blauzungenkrankheit empfänglich sind Wiederkäuer wie Rinder, Schafe und Ziegen, aber auch Wildwiederkäuer wie Damwild. Für Menschen ist die Blauzungenkrankheit nicht ansteckend. Fleisch und Milchprodukte können gefahrlos verwendet werden. Die Übertragung zwischen den Tieren erfolgt in der Regel über Stechinsekten. Betroffenen Tierhaltern empfänglicher Arten wird geraten, ihre Tiere baldmöglichst impfen zu lassen. Die Impfung wird durch die Bayerische Tierseuchenkasse bezuschusst.

Für das Sperrgebiet gelten ab dem 23.02.2019 einige tierseuchenrechtliche Bestimmungen, die das Ziel haben, die Tierseuche einzudämmen. Wer z.B. im Sperrgebiet Tiere empfänglicher Arten hält, hat dies, sofern nicht bereits erfolgt, unter Angabe des Standorts der Tiere unverzüglich dem Veterinäramt im Landratsamt Schweinfurt zu melden.

Für das Verbringen von Tieren empfänglicher Arten sowohl innerhalb des BT-Sperrgebietes als auch in nicht gesperrte Gebiete sind bestimmte Anforderungen zu beachten. Alle in diesem Zusammenhang erforderlichen Informationen sind auf den Internetseiten des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) zu finden. Dort werden sämtliche erforderlichen Formulare zum Download zur Verfügung gestellt.

Für weitere Auskünfte steht den Tierhaltern das Veterinäramt unter Telefon 09721/55-310 zur Verfügung.

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