„Energiewende – Was kann jeder Einzelne dafür tun?“

Interaktive Ausstellung im Steigerwald-Zentrum in Handthal eröffnet

Die Energiewende beschäftigt viele Menschen: Wo stehen wir? Was kann jeder Einzelne tun? Worauf kommt es beim Austausch von Glühbirnen an? Worauf muss ich bei der Sanierung meines Hauses achten? Wie laut sind Windräder wirklich?

Antworten auf diese und viele weitere Fragen bietet die interaktive Ausstellung »Energiewende«, die noch bis Ende März in Handthal zu sehen ist. Landrat Florian Töpper freute sich bei der Eröffnung der Ausstellung im Steigerwald-Zentrum, dass diese Ausstellung zum Mitmachen anrege und einfache Möglichkeiten zeige, Energie im Alltag einzusparen.

„Energiewende – warum tun wir uns das an?“ fragte Norbert Zösch, Geschäftsführer der Stadtwerke Haßfurt, provokativ zu Beginn seines Einführungsvortrages. Und ließ die Antwort gleich folgen: „Weil wir bei der Energieversorgung weg müssen von den fossilen Brennstoffen, um den Kohlendioxid-Ausstoß zu reduzieren und damit den Klimawandel zu stoppen.“ Dekarbonisierung gehört neben Digitalisierung, Dezentralisierung und Demographie zu den großen “4 D“, den Megatrends der Energiezukunft.

Am Beispiel der Stadtwerke Haßfurt informierte Norbert Zösch darüber, wie ein innovativer regionaler Energieversorger heute mit der intelligenten Verknüpfung von Energie aus Wind, Sonne und Biogas, mit Kraft-Wärme-Kopplung und der Umwandlung von Strom in Wasserstoff (Power-to-Gas) diesen Herausforderungen begegnet. Immer wichtiger werden dabei Regel- und Speichermöglichkeiten, um auf das schwankende Angebot der Erneuerbaren Energien reagieren zu können.

„Hausbesitzer können sich als kleinste Zelle in diesem System durch Smartmetering und Speicherbatterien fast zu Selbstversorgern entwickeln“ zeigte Zösch an einem konkreten Beispiel.

„Am umweltfreundlichsten ist die Energie, die gar nicht benötigt wird.“ Dr. Olaf Münster von der Regierung von Unterfranken stellte deshalb die Aufforderung: „Energiebedarf senken“ an den Anfang seines Referats zum „Energie-3-Sprung“. Mit möglichst energieeffizienten Geräten kann jeder Einzelne einen weiteren Beitrag zur Energiewende leisten. Und in einem dritten „Sprung“ die dann noch benötigte Energie möglichst über erneuerbare Energieformen decken.

Die Ausstellung zur Energiewende ist noch bis zum 31.03.2019 im Steigerwald-Zentrum in Handthal im Landkreis Schweinfurt zu sehen.

Foto (© Constanze Stern)

Personen auf dem Bild (von links nach rechts):

Oskar Ebert, ehrenamtlicher Geschäftsführer und stellvertretender Vorsitzender des Trägervereins Steigerwald-Zentrum – Nachhaltigkeit erleben e.V., Dipl.Ing.(Fh) Norbert Zösch, Geschäftsführer der Stadtwerke Haßfurt GmbH, Florian Töpper, Landrat des Landkreises Schweinfurt und Vorsitzender des Trägervereins Steigerwald-Zentrum – Nachhaltigkeit erleben e.V., Dr. Olaf Münster, Leiter des Sachgebiets Energiewirtschaft, Preisprüfung und Gewerbe an der Regierung von Unterfranken, Tobias Raab, Sachgebiet Energiewirtschaft, Preisprüfung und Gewerbe an der Regierung von Unterfranken

Werbeanzeigen

Ersten Kommentar schreiben

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.