Familie mit zwei Kindern auf Güterzug eingereist – Frau wurde vermisst

Würzburg/Zell, 8. Dezember 2018

Am Samstagmorgen wurde ein Vater mit seinen beiden Kindern aus einem Güterwagon befreit und in Gewahrsam genommen. Die Frau wurde zunächst vermisst, dann aber in einem Krankenhaus in Treuchtlingen aufgefunden.
Aufgrund der lebensgefährlichen Lage und der Streckenabsuche musste die Bahnstrecke gesperrt werden.

Aufmerksame Zeugen hatten gegen 07:45 Uhr eine dunkelhäutige Person auf dem Dach eines Güterwagons liegend entdeckt und alarmierten die Polizei. Durch die Notfallleistelle der Deutschen Bahn wurde der aus Italien kommende Güterzug zwischen Würzburg und Zell gestoppt. Die Einsatzkräfte der Feuerwehr, sowie der Bundes- und Landespolizei konnten den um Hilfe schreienden Mann, sowie seine beiden Kleinkinder, unverletzt aus dem Waggon befreien. Hierzu musste die Bahnstrecke gesperrt und der Bahnstrom abgeschaltet werden.

Der Mann gab den Einsatzkräften gegenüber an, dass seine Frau den Zug bereits verlassen hat und vermisst wird. Kräfte der Landes- und Bundespolizei suchten daraufhin den Gleisbereich ab. Auch ein Polizeihubschrauber der Landespolizei wurde hierfür eingesetzt.
Ermittlungen der Bundespolizei ergaben schließlich, dass die Frau in Treuchtlingen den Güterzug bei einem Halt verlassen hatte. Nachdem sich der Zug in Bewegung setzte, lief sie hinterher und stürzte. Mit Verletzungen an der Hand und Schulter wurde sie in eine Klinik eingeliefert.
Der Bahnverkehr konnte gegen 09:30 Uhr wieder freigegeben werden. Zuständigkeitshalber wird die Familie der Landespolizei übergeben. Diese führt nun die weiteren Ermittlungen, unter anderem wegen der unerlaubten Einreise nach Deutschland.

Text : Bundespolizei

Symbol – Bild: Bundespolizei

 

Familie aus Güterwaggon befreit

Zu einem außergewöhnlichen Einsatz wurden Kräfte des Würzburger Rettungsdienstes und der Berufsfeuerwehr am Samstagmorgen von der Integrierten Leitstelle (ILS) alarmiert. Gegen 8 Uhr war zunächst ein auf einem Güterwaggon um Hilfe rufender Mann im Bereich der ICE-Brücke an der Stadtgrenze Würzburgs gemeldet.

Wie die ersten Einsatzkräfte vor Ort feststellten, waren mehrere Personen in einem Güterwaggon und konnten ohne Hilfe den Zug auf offener Strecke nicht verlassen. Mit der Sperrung der Bahnstrecke konnte die Berufsfeuerwehr schließlich einen Mann mit seinen beiden Kindern, einem Säugling und einem Kleinkind, aus dem Güterwaggon befreien und dem Rettungsdienst zur notärztlichen Untersuchung übergeben.

Schnell stellte sich heraus, dass die Mutter der beiden Kinder noch vermisst wird. Diese hätte den Zug einige Stunden zuvor an einem Haltepunkt über das Dach des Waggons verlassen. Dabei habe sich der Zug aber wieder in Bewegung gesetzt und die ausländische Familie so getrennt. Vater und Kinder wurden nach Untersuchung und Betreuung durch den Rettungsdienst in die Obhut der Bahnpolizei übergeben.

Die vermisste Mutter wurde später in Treuchtlingen gefunden und befindet sich in medizinischer Behandlung.

Im rettungsdienstlichen Einsatz waren zwei Rettungswagen, ein Notarzt sowie der Einsatzleiter Rettungsdienst Paul Justice.

Text: BRK Würzburg