Schonungen bewirbt sich um digitale Klassenzimmer

90% Förderung für Glasfaseranschluss und digitaler Soft- und Hardware

Längst hat der digitale Wandel auch die Schullandschaft erreicht. Statt mit Tafel und Kreide wird immer häufiger mit Whiteboard und Laptop im Unterricht gearbeitet. Geht es nach dem Willen von Bürgermeister und Gemeinderat wird Schonungens neue Grundschule mit „digitalen Klassenzimmern“ voll ausgestattet sein.

Zwei Förderprogramme werde sich die Großgemeinde zu Nutze machen und sich dabei beachtliche Fördersätze in Höhe von rund 90% sichern, teilt die Gemeinde nun mit. Zum einen geht es um den Glasfaseranschluss der in das Schulhaus geführt werden soll: Je Schule stellt der Freistaat Bayern eine Fördersumme von 50.000 Euro zur Verfügung, die den Highspeed-Breitbandanschluss (FTTH) ermöglicht. Die Abwicklung des Förderverfahrens wird in bewährter Weise das Büro Dr. Först aus Würzburg übernehmen. Angestrebt wird hier auch eine Kooperation mit der benachbarten Landkreisrealschule, was die Fördersumme nochmals verdoppeln würde.

Auf 90% Zuwendung kann die Gemeinde auch beim Förderverfahren „Digitales Klassenzimmer“ hoffen, bei dem gezielt Gelder für Soft- und Hardware zur Verfügung gestellt werden. Gemeinde und Schulleitung sind gemeinsam gerade dabei eine überzeugende Bewerbung vorzubereiten, die über die Regierung von Unterfranken eingereicht werden soll. Ob und wenn ja, wie viel Fördermittel in Schonungen ankommen, ist noch nicht klar: „Wir haben den Fuß in der Tür und sind fest entschlossen unsere Schule technisch weiter aufzurüsten!“, sagt Bürgermeister Stefan Rottmann. Zukunftsorientiert könnten dabei auch wirtschaftlich Anschaffungen getätigt werden, die im Hinblick auf den angestrebten Neubau intensiv genutzt werden könnten.

Die inhaltliche Auseinandersetzung mit der Digitalisierung und deren Einfluss auf Arbeitsweisen und Methoden sind von zentraler Bedeutung für den Bildungsauftrag der Schulen. Damit ist Digitalisierung sowohl Gegenstand von Bildung als auch Werkzeug im Bildungsprozess. Junge Menschen müssen befähigt werden, sich in einer digitalisierten Welt zurechtzufinden. Die souveräne Verwendung digitaler Werkzeuge ist für den Erfolg im Arbeitsleben ebenso unerlässlich wie für eine gleichberechtigte gesellschaftliche Teilhabe. Der kompetente Umgang mit Informations- und Kommunikationstechnologien stellt heute neben Lesen, Schreiben und Rechnen eine vierte Kulturtechnik dar.

 

So wie hier im Schonunger Ortsteil Waldsachsen, soll auch das Schulzentrum mit SpeedPipes und Glasfaser angeschlossen werden. Das Foto zeigt von links Andreas Weber vom SpeedPipe-Hersteller Rehau, 2. Bürgermeister Jürgen Geist, 1. Bürgermeister Stefan Rottmann und Stefanie Wagner (Rehau). (Foto Milena Hammer)