Schwerbehinderte Menschen beschäftigen – Inklusion fängt im Kopf an

Abbau von Vorbehalten und Ängsten in Bezug auf die Einstellung von behin-derten Menschen muss das Ziel sein

Daher will die Agentur für Arbeit Schweinfurt gemeinsam mit Vertrauensleuten für schwerbehinderte Menschen Transparenz schaffen und auf die wertvollen Kompeten-zen dieser Menschen aufmerksam machen.

Anlässlich der Aktionswoche „Woche der Menschen mit Behinderungen“, wurden von der Agentur für Arbeit Schweinfurt am 03. Dezember, Vertrauensleute für schwerbehin-derte Menschen aus den Betrieben der Region zu einem Erfahrungsaustausch einge-laden. Der intensive Austausch untereinander und mit den auf diesen Kundenkreis spe-zialisierten Vermittlungsfachkräften der Agentur für Arbeit wurde ergänzt durch Vorträge von Fachleuten der Arbeitsagentur referierten über Fragen der Fördermöglichkeiten für Arbeitgeber bei der Einstellung von schwerbehinderten Bewerbern und über Fragen zur Gleichstellung. Dieses Treffen fand bereits zum fünften Mal statt und wird von allen Teilnehmern als wichtiger Beitrag zur Intensivierung der Zusammenarbeit im Netzwerk aller mit der Betreuung und Förderung behinderter Menschen befassten Akteure gese-hen.

Gerade in der Zeit eines sehr aufnahmefähigen Arbeitsmarktes wird auch für Arbeitge-ber die Suche nach geeigneten Fachkräften zur Herausforderung. In der Region Main-Rhön waren 2017 durchschnittlich 804 schwerbehinderte Menschen arbeitslos gemel-det. Dies entsprach in diesem Zeitraum rund einem Zehntel aller Arbeitslosen Men-schen in der Region.

Besonders gute Chancen zur Inklusion erhielten schwerbehinderte Menschen in unse-rer Region im letzten Jahr u.a. im Verarbeitenden Gewerbe, im Handel, im Bereich Ver-kehr und Lagerei sowie im Gesundheits- und Sozialwesen.

„Arbeitgeber sollten bei ihrer Personalsuche Menschen mit einem Handicap unbe-dingt mit einbeziehen. Sie gewinnen oft besonders engagierte und zuverlässige Fachkräfte mit Berufserfahrung. Mehr als die Hälfte dieses Personenkreises bringt eine abgeschlossene Berufsausbildung oder ein abgeschlossenes Studium mit.

Gerade in Hinblick auf den zunehmenden Bedarf an qualifiziertem Personal darf dieses Potenzial nicht brachliegen“, so Stelzer.

Ein gesundheitliches Handicap muss kein Hindernis im Berufsleben sein. Viele Behin-derungen sind gar nicht sichtbar. Und dort, wo es erforderlich ist, kann individuelle Un-terstützung gewährt werden, um einen Arbeits- oder Ausbildungsplatz behindertenge-recht zu gestalten. Die Palette der Förderinstrumente ist breitgefächert und reicht von Gehaltszuschüssen für Arbeitgeber bis hin zu Unterstützung bei der technischen Aus-stattung. Arbeitgeber können sich in jeder Agentur für Arbeit persönlich oder unter der Hotline 0800 4 5555 20 gebührenfrei beraten lassen.

 

Von links: Wolfgang Wirth (Reha-Berater, Agentur für Arbeit Schweinfurt); Markus Schneider (Schwerbehindertenver-treter, Reich GmbH & Co.KG in Mellrichstadt)

(Foto: Tanja Neppe, Agentur für Arbeit Schweinfurt)