Wie gutes Sterben im Heim gelingen kann

Tagung des Hospiz- und Palliativversorgungsnetzwerkes (HPVN) Schweinfurt Bad Kissingen

 

 

Schweinfurt – Das Hospiz- und Palliativversorgungsnetzwerk (HPVN) Schweinfurt Bad Kissingen tagte zum Thema SAPV in Pflegeeinrichtungen. Unter der Teilnahme von Vertretern von Pflegeeinrichtungen, Apotheken, Hausärzten und der Hospizvereine eröffnete die stellv. Netzwerkmoderatorin des einladenden HPVN, Elisabeth Virnekäs, die Veranstaltung und erklärte die Begriffe SAPV und HPVN:

Spezialisierte ambulante Palliativversorgung / Hospiz- und Palliativversorgungsnetzwerk

Gemeinsames Ziel sei es, die Betreuung schwerkranker Menschen am Lebensende zu optimieren und den Verbleib in der gewohnten Umgebung zu ermöglichen.

Weiterhin stellte sie anhand eines Organigramms die Vernetzung zwischen SAPV, HPVN, Hausärzten, Apotheken und Hospizvereinen zum Wohle von Patienten und Angehörigen dar.

Der Geschäftsführer und pflegerische Leiter der SAPV wiederholte nachdrücklich das Ziel, Menschen bis zu ihrem Lebensende in der gewohnten Umgebung zu betreuen:

Sei es daheim oder aber im mittlerweile zur zweiten Heimat gewordenen vertrauten Senioren- oder Pflegeheimes.

Herr Leibold, Hausarzt in Schweinfurt und Palliativmediziner bei der SAPV, konnte diese Zielerreichung anhand kürzlich erlebter Beispiele belegen.

Seit 01.01.2018 wird seitens der SAPV aktive Patientenarbeit geleistet, mehr als 900 Besuche sind bereits erfolgt. Voraussetzung für diesen Einsatz ist eine hausärztliche Verordnung, abgestimmt mit dem Patienten bzw. dessen Angehörigen/Betreuern.

Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die anfallenden Kosten!

Das SAPV-Team mit speziell geschulten Pflegekräften und Ärzten ist bei Krisensituationen rund um die Uhr für Patienten, Angehörige, Pflegepersonal, bei Verhinderung des Hausarztes und für wirklich alle Anfragen und Erstgespräche telefonisch erreichbar.

Es besteht eine enge Anbindung mit auf Schmerzmittelherstellung spezialisierten Apotheken, wie z.B. die Gartenstadtapotheke, die Apotheke im MVZ am Leopoldina-Krankenhaus und die Stern Apotheke in Schwebheim.

Anhand eines Fragebogens wurde die Veranstaltung zu den Punkten Informationsgüte und Einschätzung der Notwendigkeit von weiteren Veranstaltungen evaluiert: Im Durchschnitt wurden 9 von 10 möglichen Punkten gegeben, ein beeindruckendes Ergebnis mit einem klaren Auftrag.

Bilder

Bild links: Heide Wunder, Susanne Ritzmann und Elisabeth Virnekäs, Mitglieder des HPNV

Bildquelle: Angelika Gollbach