Stadt Würzburg ehrt Weltmeister im Breakdance „Dreamscapes“

Stadt Würzburg ehrt Weltmeister im Breakdance „Dreamscapes“.

 

Diese moves und vibes hat der Wenzelsaal in seiner über 830-jährigen Geschichte garantiert noch nicht erlebt. Fünf Mitglieder der Weltmeister im Breakdance, Dreamscapes, zeigten am Donnerstag im ehrwürdigen ehemaligen Sitzungssaal der Räte, in einer kurzen Freestyle-Aufführung, was sie musikalisch und tänzerisch drauf haben. Oberbürgermeister Christian Schuchardt hatte die Crew zu einem Empfang ins Rathaus eingeladen und ging begeistert mit. „Glückwunsch zum Weltmeistertitel! Ich ziehe meinen Hut, oder wie Ihr sagt Cap, vor dieser herausragenden sportlichen Leistung. Entschieden habt Ihr ein Ziel verfolgt und mit viel Trainingsfleiß, Beharrlichkeit, Enthusiasmus und hoher Disziplin Euren Traum verwirklicht.“ Der Oberbürgermeister würdigte die „besonders bemerkenswerte Leistung“ der in keinem Verein organisierten Gruppe. Bei der International Dance Organisation IDO im polnischen Kielce haben die sieben Tänzer aus Würzburg, Lohr, Frankfurt und Offenbach Ende Oktober den Weltmeistertitel geholt. In den Battles siegten sie überlegen gegen ein schweizerisches und vier slowenische Teams.

Die Dreamscapes sind Dominik Blenk, Masi Aziz, Muharem Demiri, Thai Duc Trinh, Daniel Winterstein, Mohammed Karkora, Leon Then, Thomas Bagdas und Saro Azar in verschiedenen Zusammensetzungen. Im Juli hatten sie zuvor in Bremerhaven den Europameistertitel geholt. Entstanden ist Dreamscapes aus dem Duo Hot Potatoes, das in der Spielzeit 2015/2016 bei „Schneewittchen breaking out“ am Mainfranken Theater, eine Interpretation aus Breakdance und klassischem Ballett tanzte. Die Mitglieder von Dreamscapes haben ein eigenes Theaterstück mit selbst komponierter Musik gemeinsam mit einer Balletttänzerin auf die Bühne gebracht. Dieses ist aktuell in der Lohrer Stadthalle zu erleben. Das „urbane Märchen aus Breakdance, Ballett und Livemusik“ ist ein abendfüllendes Programm, für das die Künstler auch Kostüme und Bühnenbild selbst konzipiert haben.

Entstanden ist Breakdance im Ghetto der Bronx im New York der 1970-er Jahre. Heute ist Breakdance eine eigene Kultur, die vom Jugendclub bis zum Opernhaus reicht, wie es der Oberbürgermeister formulierte. Breakdance zählt zu den dynamischsten und akrobatischsten Tanzrichtungen. In diesem Jahr wurde Breakdance zum ersten Mal olympische Disziplin bei den Olympischen Jugend-Sommerspielen in Buenos Aires.

 

BU: Stadtrat Willi Dürrnagel (li.) und Oberbürgermeister Christian Schuchardt überreichten den Weltmeistern städtische Hoodies. Die Dreamscapes v.li. Mohammed Karkora, Daniel Winterstein, Dominik Blenk, Thai Duc Trinh und unten Thomas Bagdas. Auf dem Foto fehlen die Frankfurter und Offenbacher Masi Aziz, Muharem Demiri und Saro Azar. Foto: Claudia Lother