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Halloween 2018 – Bilanz der unterfränkischen Polizei

Halloween 2018 – Bilanz der unterfränkischen Polizei

UNTERFRANKEN. Trotz der weit überwiegenden Zahl an friedlich Feiernden hat das Treiben rund um Halloween auch in diesem Jahr der unterfränkischen Polizei einiges an Mehrarbeit beschert. Von allen Einsätzen, die die Beamten in der Nacht zum 1. November zu bewältigen hatten, hatten gut 60 einen direkten Halloweenbezug (2016: 90, 2017: 63).

Eine erste Übersicht über das Halloweengeschehen weist unter anderem 16 Körperverletzungsdelikte, 14 Sachbeschädigungen und 33 Ruhestörungen aus. Bei den Sachbeschädigungen ging es wie auch in den Vorjahren oft um Eier, die an Hauswänden landeten, beschädigte Briefkästen oder Mülltonnen. Festzustellen war auch, dass in einigen Fällen erneut Knallkörper im Spiel waren.

Wichtig war es der Polizei im Vorfeld auch durch Jugendschutzkontrollen Straftaten und Ordnungsstörungen vorzubeugenDabei war auffallend, dass erneut zum Teil auch reichlich Alkohol bei den Kontrollierten im Spiel war. So brachte es beispielsweise ein 15-Jähriger in Bad Kissingen auf knapp 1,4 Promille, woraufhin die Polizei die Eltern verständigte und u.a. auch das Jugendamt informiert wurde.

Anbei einige regionale Beispiele aus dem Einsatzgeschehen der Nacht:

Main-Rhön

Im Bad Kissinger Kurgarten beschädigten sechs teils alkoholisierte Jugendliche mehrere Steinblumentöpfe und eine Treppenwange. Der Sachschaden beläuft sich auf ca. 1000 Euro. Strafrechtliche Ermittlungsverfahren wurden eingeleitet.

Am Friedhof in Oerlenbach (Lkr. Bad Kissingen) wurden einige Gräber von unbekannten Tätern angegangen. Hierbei wurden u.a. Grabschmuck, Kränze oder Grablichter aus dem Boden gerissen oder getreten.

Bayer. Untermain

In Krombach (Lkr. Aschaffenburg) wurde gegen 23.30 Uhr in der Hauptstraße durch einen bislang unbekannten Täter ein Briefkasten von der Hauswand gesprengt. Der oder die Täter waren kurz zuvor mit einem bislang unbekannten Pkw in den Hof des Geschädigten gefahren. Aufgrund der hohen Sprengkraft wurde der komplette Briefkasten aus der Verankerung gerissen und flog ca. 6 Meter durch den Hof. Der entstandene Sachschaden wird mit ca. 300 EUR beziffert.

In Mainaschaff (Lkr. Aschaffenburg) zündeten gegen 20:00 Uhr in der Johann-Dahlem-Straße zwei junge Männer Böller und warfen diese in einen Altkleidercontainer. Dieser fing daraufhin Feuer und wurde trotz des schnellen Eingreifens der örtlichen Feuerwehr vollständig zerstört.

Mainfranken

In der Würzburger Innenstadt radelte ein mit einer „Scream“ Maske verkleideter 15-Jähriger einer Polizeistreife mit einem täuschend echtaussehenden Softair-Gewehr entgegen. Die Beamten stellten dieses sicher und brachten den Jugendlichen nach Hause. Außerdem wurde ein Ordnungswidrigkeitenverfahren nach dem Waffengesetz eingeleitet, da es nicht erlaubt ist, sogenannte „Anscheinswaffen“ in der Öffentlichkeit zu führen. Unabhängig davon kann dies zu gefährlichen Situationen führen. In der Dämmerung/Dunkelheit und auch auf kürzeste Distanz können Polizeibeamte nicht erkennen, ob es sich um eine echte Waffe oder ein ungefährliches Spielzeug handelt. Darüber hinaus kam es im Zusammenhang mit dem Nachtleben während der gesamten Nacht zu mehreren Körperverletzungen im Würzburger Stadtgebiet.

In Lohr a.Main (Lkr. Main-Spessart) traf sich eine größere Gruppe Jugendlicher und junger Erwachsener am Spielplatz in der Wöhrde. Nach einer verbalen Streitigkeit zog ein 34-Jähriger ein Pfefferspray und sprühte es in Richtung seiner beiden Kontrahenten. Im Zuge der Anzeigenaufnahme konnte die Polizei noch ein weiteres Pfefferspray bei einer 15-Jährigen sicherstellen. Der 34-Jährige und eine zunächst unbeteiligte 17-Jährige beleidigten darüber hinaus jeweils eingesetzte Polizeibeamte und erwarten deswegen jetzt eine Strafanzeige.

Für einige der Feiernden dürfte die Nacht zum 1. November somit auch in unangenehmer Erinnerung bleiben, weil gegen sie Ermittlungsverfahren eingeleitet werden mussten. Ein ausdrückliches Lob sprechen die unterfränkischen Ordnungshüter all denjenigen aus, die Halloween zwar ausgelassen, allerdings so gefeiert haben, dass sie mit dem Gesetz nicht in Konflikt gekommen sind und niemanden geschädigt haben. Dass es auch so geht, hat im Übrigen die überwiegende Zahl der Halloweenbegeisterten unter Beweis gestellt.

Vor allem die zahlreichen Gruppen unserer kleinsten Halloweenfreunde, die in Begleitung von Erwachsenen durch die Straße liefen, hatten sicher ihre Freude und hoffentlich eine gute Ausbeute an Süßigkeiten.






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