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ver.di fordert Koalitionsverhandlungen für mehr Pflegepersonal

ver.di fordert Koalitionsverhandlungen für mehr Pflegepersonal

 

Das Personal-Soll ist voll
“Jetzt muss sich etwas tun! Sowohl in Berlin als auch in Bayern wird derzeit über das
Pflegepersonal verhandelt”, so Marietta Eder, stellvertretende Geschäftsführerin ver.di
Schweinfurt. “Wir erwarten, dass es jetzt mehr Personal gibt und die Forderungen der
Bevölkerung und der Beschäftigten auf den Rangierbahnhof verschoben werden!
Nach einer Erhebung der Gewerkschaft ver.di müsste der Personalbestand allein in Bayerns
Krankenhäusern um mindestens 22 Prozent angehoben werden, um vernünftige
Arbeitsbedingungen und eine gute Versorgung zu gewährleisten. „Gemessen daran wäre der
Personalstand in Bayerns Krankenhäusern am 22. Oktober ausgeschöpft, aber noch
zweieinhalb Monate bis zum Jahresende zu überbrücken“, erklärt Marietta Eder. In der
Altenpflege sei die Situation nicht weniger dramatisch. Eine neue Bayerische Staatsregierung
müsse deshalb ihre Möglichkeiten nutzen, der Misere in der Kranken- und Altenpflege
abzuhelfen. „Wir erwarten deshalb von den Koalitionsverhandlungen in Bayern, dass es vor
allem auch um öffentliche Daseinsvorsorge und die Bedingungen in der Pflege geht“, fordert
Marietta Eder.
Daher machten Kolleginnen und Kollegen beim bundesweiten Aktionstag für mehr Personal mit.
“Wir wollen auf die Situation aufmerksam machen. Der Krankenhausbetrieb auch bei uns in der
Region bricht zwischen dem 23. Oktober und dem 31. Dezember nur nicht zusammen, weil die
Pflegekräfte über ihre Grenzen gehen“, ergänzt Esther Apelt, Betriebsrätin im Leo.
Besonders die geplante Verordnung von Bundesgesundheitsminister Spahn macht die
Gewerkschaftler wütend. “Uns droht ein Verschiebebahnhof. Auf den ersten Blick hören sich die
Pläne gut an, die Wirkung ist aber für alle schlecht”, so Christian Schäflein, ebenfalls Betriebsrat
im Leo. Im Moment laufen viele Verhandlungen in Berlin. “Neben dieser Regelungen stehen auch
die Verhandlungen für die neue PsychPV an. Sie regelt die Personalbemessung u.a. in der
Psychatrie. Auch hier brauchen wir mehr Personal!” fordert Schäflein.

Aus Sicht der Gewerkschaft ver.di nutzt der Freistaat die ihm gegebenen gesetzlichen
Möglichkeiten im Gesundheitswesen zu defensiv. Erst im Juni ist eine Gesetzesinitiative der SPD
zur Änderung des Bayerischen Krankenhausgesetzes an den Parlamentsmehrheiten gescheitert.
Kurz darauf hat ein breites Bündnis für ein Volksbegehren gegen den Pflegenotstand in knapp 2
Monaten 102.137 Unterschriften gesammelt – ein bayrischer Rekord für diese Phase eines
Volksbegehrens.
Das Maß ist voll! So die Kolleginnen und Kollegen von ver.di. Gemeinsam kämpfen sie für bessere
Arbeitsbedingungen und damit auch für eine bessere Versorgung der Patienten.

 

Bild: ver.di

Von links nach rechts:

Reiner Kneyer, Christian Schäflein, Esther Apelt, Marietta Eder

 






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