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Mainberg soll von der Städtebauförderung profitieren

Mainberg soll von der Städtebauförderung profitieren

 

Integriertes Städtebaukonzept und Denkmalkonzept sollen Mainberg für die Zukunft fit machen

 

Viele kennen Mainberg nur vom Vorbeifahren aus der Perspektive der Hauptstraße: Dass der Ort vor den Toren Schonungens auf dem zweiten Blick weit mehr zu bieten hat, dürfte sich mittlerweile herumgesprochen haben. Vor allem der historische Baubestand aus dem 16. Und 17. Jahrhundert direkt am Fuße des Schlosses hat es in sich.

 

„Ein Ortsteil mit großem Potenzial!“, so bringt es Bürgermeister Stefan Rottmann auf dem Punkt. Die idyllische Lage zwischen Schweinfurt und Schonungen, direkt am Main, eingebettet im Tal des Meerbachgrunds macht den Ort liebens- und lebenswert. Der Zusammenhalt im Ort, Brauchtumspflege, Tradition aber auch Moderne drücken sich in einem lebendigen und dynamischen Ortsleben aus. Veranstaltungen wie unter anderem die alljährliche Kirchweih und das Weinfest sind längst über die Gemeinde hinaus bekannt. Kaum Leerstände, dafür viele Kinder und junge Familien belegen die Attraktivität.

 

Mainberg soll aber noch schöner und besser werden: Darin sind sich alle einig. Noch vor Jahren war die Idee der Dorferneuerung geboren. Im Rahmen von Bürgerworkshops und Beteiligung wurden sogar bereits Gestaltungsideen, Projekte und damit Ziele formuliert, die an Aktualität bis heute nicht verloren haben.

Doch Dorferneuerung war gestern: Jetzt bietet sich die Chance der Städtebauförderung. Dass ein zugegebenermaßen ehr kleiner Ortsteil in den Genuss der Städtebauförderung kommt, ist eine Besonderheit. Rottmann sieht es als großen Durchbruch und zeigt sich sehr dankbar, dass das Städtebauförderungsprogramm für Mainberg gar vorgezogen werden konnte. Der entscheidende Vorteil liegt beim Städtebau darin, dass mit wesentlich höheren Fördergeldern gerechnet werden kann. Mainberg wäre neben dem Hauptort Schonungen der zweite Ort, der in die Städtebauförderung gelangt.

 

Doch zunächst müssen allerhand Vorbereitungen getroffen werden: Ein so genanntes Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept bildet die Basis des Städtebauförderungsprogramms. In einem solchen Konzept erfolgt die ganzheitliche Betrachtung und Analyse von Verbesserungspotenzialen durch ein Fachbüro. Wege, Parkplätze, öffentliche Grünflächen und Einrichtungen und deren Beziehungen zueinander werden erfasst. Am Ende des Prozesses beschließt der Gemeinderat konkrete Sanierungsziele. Ein wesentlicher Baustein ist das noch auszuweisende Sanierungsgebiet, das dann als Satzung in Kraft tritt. Davon profitieren insbesondere die Anlieger im Altortbereich, die Sanierungsmaßnahmen dann steuerlich besonders geltend machen können.

Ergänzt wird das Entwicklungskonzept (ISEK) mit einem so genannten Kommunalen Denkmalkonzept (KDK), das durch Dr. Thomas Gunzelmann (Landesamt für Denkmalpflege) fachlich begleitet wird und eine Hilfestellung für die Erhaltung alter Bausubstanz darstellt. Mit beachtlichen 90% Zuschuss kann Schonungen hier rechnen.

 

Eine Herausforderung ist und bleibt das Nadelöhr an der Grundstraße. Der Gemeinderat hält daran fest eine lückenlose Gehwegsführung gerade in diesem Bereich herzustellen. Überhaupt braucht es gerade dort ein sinnvolles Gestaltungs- und Nutzungskonzept, das im Einklang mit der umliegenden Bebauung und Anliegerschaft umgesetzt werden kann. „Der Gordische Knoten muss gelöst werden!“, hofft Bürgermeister Stefan Rottmann auf die fachliche Unterstützung von Stadtplanern und Architekten. Wie geht es jetzt weiter? Nun wird auch offiziell seitens der Gemeinde der Antrag auf Städtebauförderung und Umsetzung des Denkmalkonzepts gestellt – Zustimmung durch das Landesamtes für Denkmalpflege und der Abteilung Städtebau an der Regierung von Unterfranken wurde bereits in Vorgesprächen signalisiert. Anschließend werden Büros für die fachliche Ausarbeitung des KDK und ISEK ausgewählt, das dann auch eine breite Bürgerbeteiligung vorsieht.

 

Das Foto zeigt im Bereich des neu zu gestaltenden Grundstraßenareals in Mainberg von links die Gemeinderäte Bernd Götzendörfer und Alexander Nicklaus, 2. Bürgermeister Jürgen Geist, Alexander Zeller (Städtebauförderung), der Mainberger Historiker Dr. Thomas Horling, Bürgermeister Stefan Rottmann und Baudirektor Peter Kraus (Amt für Ländliche Entwicklung).






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