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„JETZT GEHT‘S UM DIE WURST!“ in Schweinfurt

„JETZT GEHT‘S UM DIE WURST!“ in Schweinfurt

 

Erfolgreiche erste „Eat-and Meet-Veranstaltung“ von Selbst Aktiv in Bayern

Mitglieder der Arbeitsgemeinschaften SelbstAktiv – Menschen mit Behinderungen in der BayernSPD aus Unterfranken trafen sich in Schweinfurt, zu einer „Eat and Meet-Veranstaltung“. Unter dem Motto „Jetzt geht’s um die Wurst“ verteilten die Selbst Aktiven Nürnbergerle im Brötchen und diskutierten eifrig mit den vielen interessierten Standbesuchern. Hauptthema war die vor sechs Jahren vom damaligen bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer und der CSU fest versprochene, umfassende Barrierefreiheit im Freistaat, die aber leider immer noch nicht umgesetzt ist.

Wie groß das Bedürfnis nach Barrierefreiheit ist, zeigten die vielen persönlichen Geschichten, Kritiken und Anregungen, die den Mitgliedern der SelbstAktiv von den Besuchern mit auf den Weg gegeben wurden.

Besondere Aufmerksamkeit erhielt dabei „Margit“, die als stille Botschafterin die Aktion begleitete. Margit ist ein Skelett im Rollstuhl, das mit seinem Statement „Ich warte noch immer auf die versprochene Barrierefreiheit“ für Aufsehen sorgte. Viele Menschen, behindert und nicht behindert, solidarisierten sich spontan mit dieser Aussage. Tatsächlich ist die fehelende Barrierefreiheit in Bayern für viele Menschen ein großes Problem. In vielen Einrichtungen wie Kirchen, Kitas, Schulen, Universitäten, an Arbeitsplätzen, im Gesundheitswesen und in der Pflege, in öffentlichen Verkehrsmitteln, in öffentlichen Räumen, Wahllokalen und Gebäuden wie Kino, Theater, Sportanlagen, Behörden, Restaurants und Gaststätten und vielem mehr, ist eine gleichberechtigte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben für Menschen mit Behinderungen oder Beeinträchtigungen immer noch nicht möglich. Dasselbe gilt auch für viele ältere Menschen oder Familien.

„Es ist nicht nur die Mobilität, sondern es sind alle unsere Sinne: Sehen, Hören, Fühlen und Sprechen, die uns die Freude am Leben geben. Menschen, die durch das Fehlen dieser Sinne oder durch fehlende Mobilität, durch Krankheiten oder andere Behinderungen diese nicht erleben können, weil die Umwelt sie mit Barrieren konfrontiert, fühlen sich diskriminiert. Jede Diskriminierung ist ein Schlag ins Gesicht und fühlt sich jedes Mal grausamer an“, so Cristina Lange, die Vorsitzende der SelbstAktiven in Unterfranken.

Sibylle Brandt, Landesvorsitzende von SelbstAktiv, prangert an, dass „Menschen mit Behinderungen auf allen gesellschaftlichen und politischen Ebenen immer noch erheblich diskriminiert und damit in ihren Grundrechten verletzt werden.  Die Grundwerte unserer Gesellschaft – Menschenwürde, Wertschätzung, Respekt, Akzeptanz, Toleranz und Selbstbestimmung – müssen unbedingt in einer schnelleren und ehrlicheren Umsetzung der Inklusion, also der barrierefreien und gleichberechtigten Teilhabe an der Gesellschaft für Menschen mit Behinderungen ihren Ausdruck finden. Die bisherigen Bemühungen der Staatsregierung waren nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Man gewinnt den Eindruck, dass deren Engagement zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention, also zur Inklusion  eher rückläufig ist.“

               

Das Foto zeigt re. die Landesvorsitzende von SelbstAktiv Sybille Brandt und links daneben (stehend) die Vorsitzende der SelbstAktiven Unterfranken Cristina Lange sowie von Behinderung Betroffene und das Skelett „Margit“.

Foto (Cristina Lange)






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