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4.000 Schüler nutzten die 17. Hochschulinfotage mit hundert Vorträgen, Infoständen und Gesprächen

Während der zweitägigen 17. Hochschulinfotage nutzten 4.000 Schüler die
Möglichkeit, sich über die Studienangebote mit einer Mischung aus Vorträgen
und einem Messe-Charakter zu informieren.

4.000 Schüler nutzten die 17. Hochschulinfotage mit
hundert Vorträgen, Infoständen und Gesprächen

 

Bei einer Auswahl von 20.000 Studiengängen sind „Filter“
gefragt, gute (Fach-)Beratungsangebote, Online-Selbsttests

 

4.000 Schüler aus Stadt und Region besuchten die zweitägigen
17., nicht kommerziellen Hochschulinformationstage (HIT) im
Rahmen des Schulunterrichts ohne Eltern. An den Infoständen
stellten sich rund vierzig regionale wie überregionale
Universitäten, Hochschulen, die Agenturen für Arbeit und das
Studentenwerk den Studieninteressierten vor. Rund hundert
Vorträge gaben erste Einblicke in die zahlreichen
Studienmöglichkeiten – die Hochschule Würzburg-Schweinfurt
(FHWS) war mit 16 Referenten und ihren Studiengängen
vertreten, u.a. mit der neuen Technomathematik und der GeoVisualisierung.
Bundesweit können sich Interessierte in über
20.000 Studiengänge einschreiben.
In Würzburg und in Schweinfurt sind aktuell über 10.000 freie
Stellen gemeldet – Abiturienten können also mit ihrer Studien- und
Berufswahl im Prinzip nichts falsch machen und integrieren sich
später problemlos im Zuge einer Vollbeschäftigung im bayrischen
Raum im Arbeitsmarkt. Bis sie die individuelle Wahl zu Studium
und Beruf treffen können, werden bereits im Vorfeld
berufsorientierende Maßnahmen an den Schulen angeboten, so
Monika Zeyer-Müller, Ministerialbeauftragte für Gymnasien in
Unterfranken.
Diejenigen, die sich nach dem Abitur erst einmal eine Auszeit
nehmen, kommen anschließend oft gereifter, mit einem tieferen
Bewusstsein für sich und ihre eigenen Fähigkeiten wieder –
jedoch könne man, so Professor Henning Rogge-Pott, Dekan an
der Hochschule Würzburg-Schweinfurt, nicht automatisch folgern,
dass die Reisezeit immer auch eine Reifezeit sei. Jörg Bauer,
Berufs- und Studienberater der Agentur für Arbeit Würzburg,
erläuterte, dass pro Tag in Deutschland 14.000
Beratungsgespräche geführt werden, die Hälfte mit jungen
Menschen. Diesen Info-Bedarf bestätigte auch Professorin Dr.
Barbara Sponholz, Vizepräsidentin der Universität Würzburg.

Schülerinnen probierten das „Berufswahl-Cockpit“ aus. (Fotos FHWS / Klein)

 

Es seien gute „Filter“ gefragt bei der Studien- und Berufswahl,
Online-Selbsttests beispielsweise würden von der Universität
sowie der Hochschule angeboten; Schüler können ProbeStudieren
an den Schnuppertagen oder über „Studieren
probieren“-Angebote, Tage der offenen Tür laden ein zu Infos und
Gesprächen.
Der Trend zur Akademisierung ist ungebrochen: Laut Angaben
des Statistischen Bundesamtes sind im Wintersemester
2017/2018 so viele Studierende wie nie an den deutschen
Hochschulen eingeschrieben. 2.847.800 Studierende waren im
letzten Wintersemester an einer deutschen Hochschule
immatrikuliert, damit erhöhte sich die Zahl im Vergleich zum
Vorjahr um 40.800 (ein Plus von 1,5 Prozent). Mittlerweile fast 30
Prozent der 30- bis 34-Jährigen verfügen über einen
akademischen Abschluss; der Anteil derjenigen mit
Hochschulabschluss, die heute das Rentenalter erreichen, liegt
noch bei 19 Prozent. Die Arbeitslosenquote bei Akademikern fällt
mit 2,5 Prozent am geringsten aus. Engpässe, so die Agentur für
Arbeit Würzburg, gäbe es bei der Stellenbesetzung vor allem in
IT-Berufen und in der Medizin, in den Ingenieurberufen zeichne
sich inzwischen eine leichte Entspannung ab. Aus einer solchen
Aussage, so Stefan Beil, Vorsitzender der Geschäftsführung der
Agentur für Arbeit Würzburg, könne er allerdings keine
Studienempfehlung ableiten, die Arbeitswelt sei hierzu viel zu
volatil.
Angeboten wird der jährliche HIT von der Bundesagentur für
Arbeit in Kooperation mit Cinemaxx, der Stadt Würzburg, dem
WVV, der VVM, der Uni Würzburg sowie der FHWS.

 

Hochschule Würzburg-Schweinfurt
Katja Klein






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