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Würzburg: Fabienne beschert dem Gartenamt Dauereinsatz

Würzburg: Fabienne beschert dem Gartenamt Dauereinsatz

 

Langsam zeichnet sich der ganze Umfang der Schäden ab, die der Sturm „Fabienne“ in Würzburg hinterlassen hat. Allein im Stadtwald sind nach Angaben von Dr. Helge Bert Grob, Leiter des Gartenamtes, ca. 200 bis 300 Bäume betroffen. Im Stadtgebiet ist zudem nach ersten Schätzungen von mindestens 200 Bäumen auszugehen. In der Regel handelt es sich um Abbrüche von ganzen Baumkronen oder von einzelnen Ästen. Entwurzelte Bäume sind die Ausnahme. „Das macht die Situation so gefährlich: Abgebrochene Äste, die sich in Baumkronen verfangen haben, können sich selbst bei kleinen Windböen lösen und Passanten gefährden“, so Dr. Grob. Aus diesem Grund sind unter anderem noch weite Teile des Ringparks abgesperrt. Über 70 Mitarbeiter des Gartenamtes sind daher unermüdlich im Einsatz, um die Schäden des Sturms Fabienne zu beseitigen. Darüber hinaus kann auf zwei Hubsteiger, drei LKW, einen Schlepper, einen Radlader und einen Bagger zurückgegriffen werden. Eine große Unterstützung sind die Mitarbeiter des Forstbetriebes des Gartenamtes, die ihre speziellen Motorsägen und Forstgeräte einsetzen können.

Besonders schmerzhaft ist für Dr. Grob der Verlust einiger Altbäume im Ringpark. So wurde nahe des Wassergartens im Sanderglacis ein über 100 Jahre alter Ahorn zersplittert, der noch aus der Entstehungszeit der Parkanlage stammt. Dieses Prachtexemplar hatte einen Stammumfang von nahezu drei (!) Metern und eine Höhe von 30 Metern. Eine besondere Herausforderung hatte die Baumkolonne des Gartenamtes im „Park des Gedenkens“ für die Verstorbenen des 16. März 1945 zu bewältigen. In diesem Bereich war unmittelbar über den Glastafeln mit den Namen der Opfer ein Baumstamm auf halber Höhe abgeknickt. Der Stamm war jedoch nicht vollständig durchgebrochen und zu Boden gestürzt, sondern hatte sich in den Kronen der benachbarten Bäume verfangen. Der betroffene Baumbestandteil musste erst aufwändig mit Kran und von Seilen gesichert werden. Erst dann konnte er Schritt für Schritt zerlegt werden. Nach einer Stunde löste sich die Anspannung bei allen Beteiligten: Alle Glastafeln haben die Bergung der abgeknickten Krone unbeschädigt überstanden.

Der Ringparkbereich zwischen Schlachthofkreuzung und Berliner Ring wurde bereits wieder für die Passanten freigegeben. Die restlichen Teile des Parks können voraussichtlich erst in den kommenden Tagen wieder genutzt werden, da noch einige Gefahrenstellen beseitigt werden müssen, um die Verkehrssicherheit wieder herstellen zu können. In diesem Zusammenhang bittet die Stadt Würzburg Passanten und Radfahrer dringend darum, nicht durch die abgesperrten Bereiche zu laufen oder zu fahren. Sie gefährden sich sonst selbst und verzögern die Arbeiten des Gartenamtes.

 

Bild oben : Richard Göbel von der Baumkolonne des Gartenamtes sichert einen abgebrochenen Baumstamm über dem „Park des Gedenkens“.

 

BU: Mitarbeiter des Gartenamts bei der Arbeit, die ihnen „Fabienne“ beschert hat.

 

Fotos: Gartenamt, Werner

 



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