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Stadt Bad Kissingen- „Kunst geht fremd…und sieht rot“ im Museum Obere Saline mit „Kunstpause am Feierabend“ am 6. September

Stadt Bad Kissingen.


„Kunst geht fremd…und sieht rot“ im Museum Obere Saline
mit „Kunstpause am Feierabend“ am 6. September.

Auch in diesem Jahr beteiligt sich das Museum Obere Saline an dem unterfränkischen Ausstellungsprojekt „Kunst geht fremd.“ Zum achten Mal tauschen diesmal vierzehn Museen untereinander ihre Kunst. Im Rahmen von „Kunst geht fremd“ wird jeweils ein ausgewähltes Kunstwerk vom 24. Juli bis 4. November 2018 in ein anderes Haus ausgeliehen und begibt sich dadurch in einen neuen Kontext. Die Objekte präsentieren sich in fremdem und regionalem Umfeld, sie fügen sich in eine andere Ausstellungskomposition mit ein – oder irritieren dort ganz bewusst.

In diesem Jahr sehen die Museen rot, denn das Motto der Kunstaktion lautet „Kunst geht fremd…und sieht rot.“ Aber haben Sie keine Angst: Niemand verliert vor Wut die Beherrschung. Es geschieht im besten Sinne. Die „Fremdgänger“ sind ein Sinnbild dieser Farbe, die häufig für Aggression und Zorn, aber eben auch für das Leben, die Leidenschaft und die Liebe steht.

Im Museum Obere Saline ist der feuerrote Prophetenkopf des japanischen Künstlers Mutsuo Hirano aus dem Museum.Burg.Miltenberg zu Gast im Festsaal des Bismarck-Museums. Mutsuo Hirano ist mit mehreren Arbeiten in der Dauerausstellung des Museum.Burg.Miltenberg vertreten, darunter auch der feuerrote Prophet. Er gehört zum 2012 begonnenen Zyklus „via crucis“, einer silbern gefassten Kreuzwegdarstellung, der Mutsuo Hirano zusätzlich Prophetenköpfe zugeordnet hat. Mutsuo Hirano arbeitet vornehmlich mit Terracotta. Seine Köpfe und Körper haben meist einen archaischen Charakter und erhalten einen besonderen Akzent durch monochromen Farbauftrag, zum Beispiel in Rot oder Silber. In einer Sonderausstellung 2013 waren Kreuzweg, Zeichnungen und Inszenierungen auf der Mildenburg zu sehen.

Der Künstler wuchs in einer Großfamilie in Japan auf, erzogen in den Werten der Religion Tenrikyô. Mit 20 Jahren kam er nach Deutschland und studierte Kunstgeschichte, Malerei und Grafik in Marburg und lernte die westliche Kultur kennen. Nach 20 Jahren in Deutschland ließ er sich zusammen mit seinem Lebensgefährten, dem Maler Thomas Lange, in Umbrien nieder. Seither lebt und arbeitet er auf dem Landsitz Casa Fornovecchino.

Im Museum Obere Saline fordert die feuerrote, expressive Prophetenbüste inmitten der historischen Bismarckwohnung den Reichskanzler und ersten Kanzler des Deutschen Reichs regelrecht heraus. Otto von Bismarck steht für soziale Reformen, aber auch für den Kampf gegen Sozialisten und den politischen Katholizismus. Unterschiedliche Visionen von Politik und Religion treffen hier aufeinander und werfen Fragen auf.

Am Donnerstag, den 6. September lädt das Museum Obere Saline um 19 Uhr zur „Kunstpause am Feierabend“ mit Hermann Neubert M.A. ein. Der Leiter der Museen der Stadt Miltenberg stellt den Künstler Mutsuo Hirano, sein Kunstobjekt und das Museum.Burg.Miltenberg vor. Anschließend gibt es Brot und Wein – natürlich Roten. Der Eintritt ist frei.

Weitere Veranstaltungen zu „ Kunst geht fremd…“:

 

Sonntag, 21. Oktober, 17 Uhr
Museum Obere Saline
„Am Anfang war das Rot“
Geschichte und Geschichten um die Farbe der Emotion mit Hans Driesel

Partnerveranstaltung zum geliehen Exponat, der Bismarck-Waage, aus Bad Kissingen:

Samstag, 27. Oktober, 18 Uhr
Deutsches Fastnachtmuseum, Kitzingen
Museumsgespräch „Otto von Bismarck auf der Waage – ein politisches Schwergewicht sieht rot!“, mit anschließender Verkostung des Kissinger Weltbadschoppens und Zeit zum Austausch.

Weitere Informationen zu den Tauschexponaten und den Begleitveranstaltungen finden Sie unter www.kunst-geht-fremd.de

 

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Bilder zur Veröffentlichung: Annette Späth

Bild 1: „Der Prophet“ von Künstler Mutsuo Hirano, Leihgabe des Museum.Burg.Miltenberg

Bild 2: Der Prophet im Kontext des Museum Obere Saline






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