„Inklusion darf keine Utopie sein“

„Inklusion darf keine Utopie sein“

Kathi Petersen: „In Schulen noch viel zu tun“

Auf Wunsch von Betroffenen lud Kathi Petersen am 14.08.2018 zu einem Gespräch über den Stand der Inklusion an Schulen in Stadt und Landkreis Schweinfurt ein. Teilnehmer waren neben Kathi Petersen MdL, Stefan Rottmann Bürgermeister der Gemeinde Schonungen, Jürgen Eusemann Schulamtsleiter a.D., Sandra Finzel Vorsitzende des gemeinnützigen Vereins „Gemeinsam Leben- Gemeinsam Lernen Schweinfurt“ und die Kindheitspädagogin Sabine Linxen.

Sandra Finzel schilderte die Erfahrungen aus ihrer ehrenamtlichen Arbeit. Viele Eltern hätten das Gefühl häufig als EinzelkämpferInnen für den inklusiven Schulgedanken einzustehen. Alleingelassen fühlen sich häufig auch die SchulbegleiterInnen im Schulalltag, Sabine Linxen bezeichnet deren Situation „als Gratwanderung zwischen Schulbegleiterin und Ersatzlehrerin“. So führt mangelnde personelle Ausstattung, und die damit einhergehende Überlastung zur Frustration, sowohl auf Seiten der SchulbegleiterInnen als auch auf Seiten der LehrerInnen. Kathi Petersen fordert daher, „deutlich mehr Personal, um die seit 2009 in Deutschland geltende UN-Behindertenrechtskonvention umzusetzen.“ Von einer individuellen Förderung profitieren alle Kinder, ungeachtet ihrer verschiedenen Begabungen.

Zum Ende des Gespräches wurden Lösungsansätze diskutiert, dabei wurde die regelmäßige Kommunikation zwischen Schulleitung, LehrerInnen, SchulbegleiterInnen und Eltern, zum Beispiel im Format von Runden Tischen als elementarer Bestandteil für das Gelingen des inklusiven Schulgedankens betont. Kathi Petersen nahm auch die bayerische Staatsregierung in die Pflicht und fordert, dass „mehr Unterstützung aus dem Kultusministerium kommen muss, denn Inklusion darf keine Utopie sein.“

Auf dem Foto von links nach rechts: Sandra Finzel, Sabine Linxen Kathi Petersen,Stefan Rottmann und Jürgen Eusemann

Bildquelle: Bürgerbüro Kathi Petersen, MdL