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Wo geht die Reise bei Remog hin?

Wo geht die Reise bei Remog hin?

 

Betriebsrat und IG Metall wollen für die Beschäftigung kämpfen
Vor einigen Wochen startet die Belegschaft von Remog in Münnerstadt eine
bemerkenswerte Initiative unter dem Motto „Wir sind Remog – wir freuen uns auf ihre
Aufträge“.
Was ist daraus geworden?
In Münnerstadt sind aktuell noch 81 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Das war
nicht immer so. Laut Gewerkschaftssekretär, Jens Öser von der IG Metall, hatte das
Unternehmen bei der Übernahme von Herrn Wilfried Müller 380 Beschäftigte. Insgesamt
wurden damit ca. 300 Stellen in 22 Jahren abgebaut. Mit der Konjunktur ist das nicht zu
erklären, aber mit der Unternehmensstrategie.
Neben Münnerstadt gibt es einen weiteren Standort in Polen. Dieser Standort wächst seit
Beginn und wird mit Subventionen der Europäischen Union gefördert. Ein Zusammenhang
der unterschiedlichen Entwicklungen ist nicht auszuschließen. Die Beschäftigten hören
immer die gleichen Aussagen aber keine Lösungen. „Der Kunde will nicht mehr bezahlen, wir
sind für andere Produkte nicht entsprechend aufgestellt, die Wirtschaftslage ist schlecht, die
Belegschaft ist zu teuer“. Das kann der Gewerkschafssekretär gar nicht nachvollziehen. Bei
der Übernahme von Herrn Müller, Anfang der 90er Jahre, war das Unternehmen in der
Tarifbindung und zahlte 10% über Tarif, seit 2004 ist das nicht mehr der Fall – es gibt keinen
Tarifvertrag mit der IG Metall mehr. Die Beschäftigten sind ca. 20% vom Lohnniveau in
vergleichbaren Unternehmen mit Tarifvertrag entfernt. An den Einkommen kann die
wirtschaftliche Entwicklung nicht liegen. An der Konjunktur in der Metall- und Elektroindustrie
auch nicht. Die Branche befindet sich seit vielen Jahren in einer positiven Entwicklung. Der
Betriebsratsvorsitzende Edgar Schneider, fordert die Geschäftsleitung auf, Initiative zur
Beschäftigungssicherung (neue Aufträge) zu ergreifen und einen klaren Plan für die Zukunft
des Unternehmens vorzulegen. Die Belegschaft hat ihr Vertrauen gegenüber der
Geschäftsleitung verloren. Die angekündigten Vorhaben der Geschäftsleitung, zur
Auslastung freier Kapazitäten, schlugen bisher alle fehl. Sie dienen anscheinend nur zur
Beruhigung der Mitarbeiter. Die Situation, die sich seit über einem Jahr immer mehr zuspitzt,
ist für die Belegschaft unerträglich. Ein großer Teil unserer Mitarbeiter, kann nach getaner
Arbeit nicht mehr abschalten, sie nehmen die Sorgen und Ängste über die berufliche Zukunft
mit nach Hause. Trotz der schwierigen Lage steht die Belegschaft zu „ihrem“ Betrieb.
„Unsere Belegschaft besteht nahezu zu 100% aus Facharbeiterinnen und Facharbeitern.
Wir sind bereit für neue Aufträge“.
Der Betriebsrat will einen weiteren Beschäftigungsabbau nicht akzeptieren. Dazu werden wir
in den kommenden Wochen, gemeinsam mit der Belegschaft und der IG Metall, weitere
Aktionen planen und durchführen.






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