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Internationaler Austausch über die Integration von medizinischer Behandlung und Altenpflege

Internationaler Austausch über die Integration von medizinischer Behandlung und Altenpflege

 

China zeigt einen neuen Weg auf mit Dörfern für Senioren

 

Professor Dr. Walter Kullmann informierte in China über das Zusammenspiel
zwischen medizinischer Versorgung und der Pflege im Alter in Deutschland

 

Wie können Senioren idealerweise medizinisch versorgt und
gleichzeitig pflegerisch optimal unterstützt werden – auf
internationaler Ebene tauschten Experten ihre Erfahrungen in
China aus und diskutieren über aktuelle Lösungsansätze. Der
demographische Wandel stellt in vielen Ländern eine große
Herausforderung an die medizinische Versorgung und die
Altenpflege dar. Auf der internationalen Konferenz „China
(Shenyang) Innovation and Development of Medical Treatment &
Elderly Care“ in Shenyang, China, tauschten internationale
Experten aus China, Japan, Australien, USA und Deutschland
unterschiedliche Lösungsansätze zur Integration von
medizinischer Behandlung und Altenpflege aus. Professor Dr.
Walter Kullmann, Leiter des Instituts für Medizintechnik
Schweinfurt (IMES) der Hochschule Würzburg-Schweinfurt,
informierte über Ansätze zur Kombination von medizinischer
Behandlung und Altenpflege, einschlägige Zusammenhänge in
der Sozialgesetzgebung und über ausgewählte exemplarische
Beispiele für die gelungene Integration von medizinischer
Behandlung und Altenpflege in Deutschland. Besondere
Berücksichtigung fand dabei der Einsatz technischer
Assistenzsysteme bei der Unterstützung von Kliniken, Arztpraxen
und Pflegeeinrichtungen.
China erprobt bei der Integration von medizinischer Therapie und
Altenpflege einen neuen Weg. Private Firmen errichten und
betreiben moderne Krankenhäuser, in denen verschiedene
medizinische Kliniken wie Geriatrie, innere Medizin, Neurologie,
fachübergreifende Chirurgie, Radiologie, Endokrinologie,
Gastroenterologie, Rehabilitationsmedizin und traditionelle
chinesische Medizin eng miteinander kooperieren. Unter
demselben Dach bietet das Haus eine stationäre
Pflegeeinrichtung zur Altenpflege mit verschiedenen
therapeutischen Abteilungen und wohnlichem Ambiente. Ein
erstes Beispiel für eine derartige integrative Einrichtung, so
Kullmann, sei das „Liaoning Zhongzhi Shengjing Hospital of
Geriatrics“ des Industrieunternehmens Zhongzhi Shengjing Joint
– Stock Limited Company of Pension Industry in Shenyang, China.
Das Modellprojekt soll flächendeckend in China ausgeweitet
werden.

Teilansicht eines chinesischen Seniorendorfes, betrieben durch ein privates
Pensions-Unternehmen

 

Für Senioren, die sich gemäß ihrem Gesundheitszustand selbst
versorgen können, baue dasselbe private Unternehmen
dorfähnliche kleine Wohneinheiten mit mehreren Einzelhäusern in
landschaftlich ruhiger und schöner Umgebung in der Peripherie
von chinesischen Millionenmetropolen. Bis zu acht Personen
leben dort in einem Haus in einer Wohngemeinschaft zusammen,
sie können sich im Alltag gegenseitig unterstützen. Falls
erforderlich, steht eine zentrale Gemeinschaftsküche für die
tägliche Versorgung zur Verfügung.

Gruppenfoto mit Bewohnern eines chinesischen Seniorendorfes: Professor Dr.
Walter Kullmann (Mitte, sitzend) und Professor Dr. Guoxian Qi, Vizepräsident
und Chefarzt des Liaoning Zhongzhi Shengjing Hospital of Geriatrics (sitzend
Mitte links daneben) (Fotos FHWS /:Kullmann)






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