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Ehemaliges Gerichtsgebäude in Gerolzhofen wird Zentralarchiv

Ehemaliges Gerichtsgebäude in Gerolzhofen wird Zentralarchiv
Das ehemalige Zweigstellengebäude des Amtsgerichts Schweinfurt in Gerolzhofen
wurde in den vergangenen zwei Jahren für insgesamt etwa zwei Millionen Euro zum
Zentralarchiv der Schweinfurter Justiz umgebaut. Es bietet nun Platz für über zwei
Millionen Akten des Amtsgerichts, Landgerichts und der Staatsanwaltschaft. Kurz vor
Inbetriebnahme kommt der Bayerische Staatsminister der Justiz, Prof. Dr. Winfried
Bausback, zu einem Pressetermin und macht sich ein Bild von dem umgebauten
Gebäude.
Über eine Millionen Akten des Schweinfurter Amts- und Landgerichts sowie der
Staatsanwaltschaft Schweinfurt lagerten vor dem Umbau des ehemaligen
Zweigstellengebäudes des Amtsgerichts in Gerolzhofen bereits in den Kellerräumen des
1965 gebauten Gebäudes. Nachdem die Zweigstelle des Amtsgerichts Schweinfurt in
Gerolzhofen wegen Umstrukturierungen aufgelöst wurde, lag die künftige Nutzung des
Gebäudes nahe: Das ehemalige Gerichtsgebäude wird künftig als Zentralarchiv für die
Schweinfurter Justiz genutzt werden.
Deckenverstärkungen und ein neuer Lastenaufzug
Mit dem Ziel, die Akten des Amts- und Landesgerichts sowie der Staatsanwaltschaft – die
bisher verteilt an mehreren Standorten archiviert wurden – zentral an einem Ort zu lagern,
sah das Baukonzept des geplanten Zentralarchivs Gerolzhofen folgendes vor:
Um möglichst viel Platz für die Aktenlagerung zu schaffen, wurde die kleinteilige
Raumstruktur des ehemaligen Gerichtsgebäudes aufgelöst, indem Wände herausgenommen
und Türöffnungen versetzt wurden.

Da die großflächigen Rollregistraturen – vor allem wenn sie mit mehreren 10.000 Akten
gefüllt sind – mit einem enormen Gewicht die Geschossdecken belasten, wurden die alten
Stahlbetondecken zusätzlich mit Stahlträgern verstärkt und mit Brandschutzplatten
verkleidet. So kann die Deckenkonstruktion auch zukünftig die bestehenden Lasten
aufnehmen.
Neben dem Einbau der Rollregistraturen und Regale in den ehemaligen Sitzungssälen,
Büroräumen und Lagerräumen im Keller-, Erd- und Obergeschoss sowie der
Hausmeisterwohnung mussten noch weitere Umbauarbeiten erledigt werden.
Für den Aktentransport wurde ein geschossübergreifender Lastenaufzug eingebaut, der auch
zur Personenbeförderung genutzt werden kann. Zudem wurde die Beleuchtung der neuen
Raumaufteilung angepasst, die nicht mehr zeitgemäße Elektroinstallation erneuert und eine
Brand- und Einbruchmeldeanlage installiert.
Bereits während der Umbaumaßnahmen wurden vorhandene Akten in Gerolzhofen
umgeräumt und in die neuen Rollregistraturen einsortiert. Alle Akten mussten während der
gesamten Bauzeit zugänglich sein.

Ab August 2018 wird die Schweinfurter Justiz das ehemalige Amtsgericht dann endgültig als
ihr neues Zentralarchiv nutzen.

Daten und Fakten zum Umbau:
Gebäudelänge: 39,05 m
Gebäudebreite: 28,05 m
Innenhof: 14,94 m x 10,25 m
Geschosse: Kellergeschoss, Erdgeschoss, Obergeschoss, Dachgeschoss
Bruttorauminhalt: 9.910 m³
Nettogeschossfläche: 2.496 m²
Nutzfläche: 1.622 m²
Verkehrsfläche: 824 m²
Technikfläche: 50 m²
Bauherr:
Bayerisches Staatsministerium der Justiz für die Schweinfurter Justiz

Projektleitung und Bauherrnvertretung:
Staatliches Bauamt Schweinfurt
Projektbeteiligte / Fachplaner:
Planung und Objektüberwachung:
Architekturbüro Schlereth und Buzzi (Gerolzhofen)
Tragwerksplanung:
Statikbüro Dietz (Gerolzhofen)
Elektroplanung:
Ingenieurbüro JHS, Dettelbach
Prüfsachverständiger Brandschutz:
Ing. Büro Vogel (Bayreuth)
Baugrunduntersuchung:
Geotechnik Dr. Rimpel (Gochsheim)
Schadstoffuntersuchung Asbest:
B&O Concept (Haßfurt)
Bauvermessung:
Ing. Büro Vogl (Würzburg)
Prüfstatik:
LGA Würzburg






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