3. Summer School der FHWS in Jordanien mit 15 Studierenden, drei Professoren, zwei wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen

Besuch des Hilfswerks der Vereinten Nationen für Palästina-Flüchtlinge im
Nahen Osten (Foto GJU / Ibrahim)

 

Im Mittelpunkt standen temporäre und dauerhafte Lösungen
für Flüchtlinge im jordanischen und deutschen Kontext

 

Bereits zum dritten Mal wurde die Summer School des
Masterstudiengangs „International Social Work with Refugees and
Migrants“ in Kooperation mit der Deutsch-JordanischenUniversität
durchgeführt unter dem Titel „Temporäre und
dauerhafte Lösungen für Flüchtlinge im jordanischen und
deutschen Kontext“. 15 Studierende, drei Professoren und zwei
wissenschaftliche Mitarbeiterinnen beteiligten sich am Austausch
über Möglichkeiten und Perspektiven dauerhafter Integration von
Geflüchteten.
Seit über fünfzig Jahren bildet Jordanien einen Zufluchtsort für
Geflüchtete unterschiedlicher Länder und Regionen im Nahen
Osten. Nicht nur im Zuge der aktuellen Fluchtmigration aus Syrien,
sondern auch nach den kriegerischen Auseinandersetzungen
zwischen Israel und Palästina ab 1948 oder im Rahmen des
Golfkrieges 1990/91 und des Irakkrieges 2003 nahm das Land
eine Vielzahl von Geflüchteten auf. Vor diesem Hintergrund kann
Jordanien auf langjährige Erfahrungen zu kurzzeitigen
Unterstützungs-, wie auch langfristigen Integrationsmaßnahmen
zurückblicken.

Austausch mit Mitarbeitern der unabhängigen Organisation Global Humanitaria
(Foto FHWS / Heilmann)

Im Rahmen einer dreiwöchigen Summer School beschäftigten
sich 18 Studierende des Masterstudiengangs im Juli und August
mit Möglichkeiten und Perspektiven dauerhafter Integration von
Geflüchteten. Der thematische Schwerpunkt lag dabei auf der
Auseinandersetzung mit dem langjährigen Umgang mit
Geflüchteten aus Palästina und der Frage, inwieweit Erfahrungen
und Maßnahmen auch auf aktuelle Herausforderungen transferiert
werden könnten und welche Rückschlüsse sich für die Rolle und
Aufgaben der Sozialen Arbeit ergäben.

 

Straßenszene im Palästinensischen Flüchtlingscamp „GazaCamp“ Nahe der Stadt Jerash

(Foto FHWS /Kahrau)

 

Neben mehreren Praxisbesuchen und einer Vielzahl von
Expertenvorträgen bildeten ein eintägiger Besuch im Headquarter
der UNRWA in Amman (Hilfswerk der Vereinten Nationen für
Palästina-Flüchtlinge im Nahen Osten), ein Besuch des „GazaCamps“,
das seit 1968 über 29.000 registrierte palästinensische
Geflüchtete beherbergt, ein Workshop zum Thema „Palestine and
Palestinian Refugees“ mit zahlreichen Experten aus Wissenschaft
und Praxis sowie nicht zuletzt zwei Workshops mit Geflüchteten
im Zaatari-Camp die Höhepunkte des Programms. In
Zusammenarbeit mit Vertreten der langjährigen
Kooperationspartner Deutsch-Jordanischen-Universität
(Amman/Jordanien) sowie der Yarmouk-Universität
(Irbid/Jordanien) wurden darüber hinaus Handlungsperspektiven
und Positionierungen der Profession Sozialer Arbeit im
Spannungsfeld zwischen In- und Exklusion, Schutz und
Marginalisierung sowie Unterbringung und Resettlement diskutiert
und weiterentwickelt.

Besuch des alten Erbes von Jerash (Foto FHWS / Amthor)

 

Die Teilnahme an einer dreiwöchigen Summer School bildet einen
curricularen Bestandteil des Masterstudiengangs „International
Social Work with Refugees and Migrants“. Die Studierende setzen
sich dabei mit Herausforderungen und Entwicklungen der
Sozialen Arbeit in verschiedenen Ländern sowie den Akteuren vor
Ort auseinander und erwerben im Rahmen von
Praxisinstitutionsbesuchen, Workshops und Seminaren
Kompetenzen und Wissen einer regionsspezifischen Flüchtlingsund
Migrationssozialarbeit.
Weitere Informationen zum Studiengang
unter: https://mrm.fhws.de/startseite.html, Modulbeauftragter und
-verantwortlich für Summer Schools: Professor Dr. Ralf Roßkopf