Unbekannte Substanz im ICE löst Großeinsatz aus

Würzburg/Aschaffenburg, 29. Juli 2018

Am Sonntagabend wurde in einem ICE durch einen Reisenden ein medizinisches Behältnis mit einer unbekannten Substanz aufgefunden. Weil kein Besitzer ausfindig gemacht werden konnte, wurde das ungewöhnliche Fundstück sicherheitshalber mit äußerster Vorsicht und unter Mithilfe von zahlreichen Einsatzkräften sichergestellt.

Gegen 17.30 Uhr wurde der ICE 622 auf dem Weg nach Dortmund im Aschaffenburger Hauptbahnhof gestoppt. Ein Reisender hatte zuvor die Feuerwehr darüber informiert, dass er in seinem Zugabteil ein durchsichtiges medizinisches Behältnis mit einer unbekannten Substanz aufgefunden hatte. Sicherheitshalber wurden daraufhin Einsatzkräfte der Feuerwehr, der Polizei und des Rettungsdienstes alarmiert.

Da sich vor Ort kein Besitzer meldete und nicht zweifelsfrei festgestellt werden konnte um welche Substanz es sich genau handelt, wurden 51 Reisende mit einem Großaufgebot von Einsatzkräften aus dem betroffenen Zugabteil evakuiert. Anschließend wurde das Fundstück fachgerecht unter Einhaltung von höchstmöglichen Sicherheitsvorkehrungen gesichert und aus dem Zug entfernt.

Die Zugeinheit in dem sich das Gefäß befand wurde für weitere Untersuchungen abgekoppelt und aus dem Bahnhofbereich entfernt. Die Substanz wird nun schnellstmöglich analysiert.

Aktuell gehen die Einsatzkräfte davon aus, dass es sich bei dem Inhalt um keine gefährliche Substanz handelt. Bei den Reisenden konnten keine gesundheitlichen Einschränkungen festgestellt werden.

Verletzt wurde bei dem Vorfall niemand. Gegen 19 Uhr konnten die Reisenden mit dem ICE die Fahrt in Richtung Frankfurt am Main fortsetzen.