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Eine wahrhaft „herzliche Spende“

Landfrauen des Bayerischen Bauernverbandes Bad Kissingen überreichen selbstgefertigte Herzkissen an die Frauenklinik des Leopoldina-Krankenhauses. Sie sind für Frauen gedacht, die an Brustkrebs erkrankt sind.

 

Seit über 6 Jahren nähen die fleißigen Helferinnen der Landfrauen vom Bayerischen Bauernverband Bad Kissingen Herzkissen für an Brustkrebs erkrankte Frauen. Vor ihrer OP bekommen die Patientinnen ein solch spezielles Kissen überreicht, berichten Thomas Gessner und Ramona Hoos vom Leopoldina-Krankenhaus. Dabei ist das Geschenk mehr als eine „herzliche“ Geste der Anteilnahme in einer schwierigen Zeit. Denn das Herz ist speziell so geschneidert, dass es ganz praktisch genutzt werden kann. Unter dem Arm getragen lindert es nach der Operation den Schmerz, da dann der Arm nicht so auf die Wunde drückt.

Kreisbäuerin Edeltraud Häusler „plauderte etwas aus dem Nähkästchen“ und erzählte wie die Aktion ursprünglich entstanden ist: Auf einer Ausflugsfahrt der Landfrauen wurde man auf einen Artikel über diese Herzkissen in einer Zeitschrift aufmerksam. Spontan wurde beschlossen selbst solche Kissen anzufertigen und zu verschenken. Bis zum Ende der Ausflugsfahrt war die Liste mit den Namen der Näherinnen gut gefüllt. Seitdem wird fleißig gearbeitet. An die Kissen werden, da sie im Krankenhaus zum Einsatz kommen, hohe Ansprüche gestellt, erklärt Rita Jörg, die Ehrenkreisbäuerin, ebenfalls seit der ersten Stunde dabei und für die Organisation sowie den Zuschnitt der Stoffe zuständig. Dem kann Edeltraud Häusler nur zustimmen und erklärt, dass alle Stoffe vor dem Verarbeiten gewaschen und gebügelt werden müssen und nach Fertigstellung sorgfältig verpackt, damit sie schön sauber bleiben. Auch die Füllung, für die Sigrid Kleinhenz, Mitglied der Vorstandschaft der Landfrauen, zuständig ist, muss abgewogen werden. Genau 170g Füllwatte müssen es sein.

Am 25.7.18 nun freute sich Prof. Dr. Michael Weigel, Chefarzt der Frauenklinik im Leopoldina aus der Hand der Landfrauen das 1.500. Kissen entgegennehmen zu können und lobt das ehrenamtliche Engagement der fleißigen Näherinnen, das bei den betroffenen Frauen gut ankomme. Gibt es doch neben der Schmerzlinderung auch noch ein gutes Gefühl. Bei ca. 260 Fällen pro Jahr wird im Leopoldina-Krankenhaus also fast an jedem Werktag des Jahres eines der wunderschönen, mit einem aufmunternden Spruch und einer Anwendungsanleitung versehenen, Herzen verschenkt.

Von links nach rechts: Prof. Dr. Michael Weigel (Chefarzt Frauenklinik Leopoldina), Edeltraud Häusler (Landfrauen), Georg Kaufmann(Pflegerischer Leiter), Ramona Hoos (Pflegedienst), Rita Jörg (Landfrauen), Thomas Gessner (Stationsleitung Frauenklinik), Sigrid Kleinhenz (Landfrauen)

Foto: I.Leikert






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